Angst vor US-Spezialeinsatz: Bericht über Irans Uranlager-Sicherung und Minenlegung
In den vergangenen Wochen hat Teheran offenbar seine Schutzmaßnahmen für das hochangereicherte Uran weiter verstärkt. Ein Medienbericht berichtet, dass Tunnel verfüllt und Zugänge vermint wurden, um einen möglichen Zugriff durch US-Streitkräfte zu verhindern. Experten warnen, dass dies auch spätere Kontrollen oder die Entfernung des Materials deutlich erschweren könnte.
Nach Angaben eines Berichts intensivierte der Iran kürzlich seine Anstrengungen, das unterirdische Lager für hochangereichertes Uran unter der Atomanlage in Isfahan zu sichern. Wie CNN unter Berufung auf US-Geheimdienstinformationen berichtet, wurden gezielt einige Tunnel zum Einsturz gebracht und Eingänge mit Sprengminen versehen. Hintergrund sind Befürchtungen Teherans vor einem möglichen Einsatz US-amerikanischer Spezialeinheiten, die das Uran gewaltsam beschlagnahmen könnten.
Der Zugang zum hochangereicherten Uran gestaltet sich demnach nun deutlich schwerer, riskanter und zeitintensiver als noch vor etwa einem Monat, als US-Präsident Donald Trump öffentlich ankündigte, dass das US-Militär das radioaktive Material beschlagnahmen könnte. Selbst für iranische Kräfte sei die Bergung jetzt kompliziert und würde den Einsatz von schwerem Gerät sowie Minenräumteams erfordern.
Falls es zu einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran kommen sollte, das die Vernichtung der Uranbestände vorsieht, könnten Irans Maßnahmen die Transparenz behindern, warnt ein Fachmann. Sollte der Iran verpflichtet werden, sein gesamtes Uran zu übergeben, läge es in seiner Verantwortung, das Material bereitzustellen, erläutert Scott Roecker, ehemaliger Mitarbeiter der US-Atomsicherheitsbehörde NNSA. „In einem solchen Szenario befürchte ich, dass der Iran behaupten könnte, ein Teil des hochangereicherten Urans sei unwiederbringlich verloren gegangen“, sagte Roecker gegenüber CNN. „Eine absolute Sicherheit, dass der Iran später nicht wieder Zugriff darauf erhält, gäbe es nicht.“
Trump hatte mehrfach betont, dass die Sicherung des Urans für die USA in den laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende höchste Priorität habe. Noch heute ließ er durchblicken, dass die Vereinigten Staaten den Vorrat an angereichertem Uran im Iran zerstören würden. „Zum geeigneten Zeitpunkt, wenn Ruhe herrscht, werden wir eingreifen und den Atomstaub bergen, tief vergraben unter den mächtigen versunkenen Granitbergen“, sagte er. Die USA würden das Uran „zerstören, egal ob im Iran oder auf US-Gebiet“. Trump bezeichnete die Uranbestände, die laut Washington für den Bau von Atomwaffen verwendet werden können, als „Atomstaub“.
Der Westen geht davon aus, dass ein Großteil des iranischen Urans in Tunneln der Atomanlage Isfahan lagert. Bereits im Sommer 2025 hatten die USA und Israel die Anlage im Rahmen der Operation „Midnight Hammer“ bombardiert. Laut Trump soll bereits am kommenden Sonntag ein Abkommen mit dem Iran geschlossen werden.