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Über 550 Personen haben auf die Wählerdatenbank des Centurion-Projekts zugegriffen: Elections Alberta

Über 550 Zugriffe auf Centurion-Projekt Wählerdatenbank: Elections Alberta

Die Wahlbehörden gehen davon aus, dass mehr als 550 Personen auf eine Wählerliste zugegriffen haben, die im Zentrum eines großen Datenschutzverstoßes mit einer separatistischen Gruppe aus Alberta steht.

Elections Alberta gibt an, dass 23 Personen vollständige Kopien der Liste erhalten haben, während weitere 545 über eine öffentlich zugängliche durchsuchbare Datenbank auf der Webseite der Gruppe darauf zugriffen.

Die Gruppe namens The Centurion Project erklärte, ihr Ziel sei es, vor einem erwarteten Referendum im Herbst möglichst viele Unterstützer der Unabhängigkeit Albertas zu identifizieren und zu gewinnen.

Die Datenbank konnte auf eine offizielle Wählerliste zurückverfolgt werden, die Elections Alberta rechtmäßig an eine Provinzpartei weitergegeben hatte und die die Namen und Adressen von fast drei Millionen Albertanern enthält.

Elections Alberta erklärte, dass die legitime Kopie der Wählerliste der Republikanischen Partei Albertas auf unbekannte Weise unrechtmäßig in den Besitz des Centurion-Projekts gelangte.

Projektleiter David Parker verweigerte die Angabe der Quelle und erklärte, die Daten seien von einem Drittanbieter bezogen worden. Das Projekt kündigte volle Zusammenarbeit mit den Ermittlern an.

Namen, Adressen und Wahlkreise von Millionen Albertanern wurden für eine unbestimmte Zeit in einer durchsuchbaren Online-Datenbank veröffentlicht.

Die Webseite erforderte keine Identitätsprüfung und war für jeden zugänglich, der den Link dazu hatte. Darin fanden sich Namen und Wohnadressen prominenter Politiker der Provinz, der obersten Wahlbeamtin, Senatoren, Richter, Staatsanwälte sowie bekannter Persönlichkeiten wie Journalisten.

Elections Alberta teilte mit, dass Unterlassungsaufforderungen an Personen verschickt wurden, die laut Centurion Project auf die Liste zugegriffen haben. Personen mit vollständigen Kopien wurden zu weitergehenden Maßnahmen aufgefordert.

„Die 23 Personen, denen die Liste übergeben wurde, müssen eine unterschriebene Erklärung abgeben, dass sie den Anweisungen nachgekommen sind. Die Frist zur Erfüllung beträgt 48 Stunden“, erklärte Elections Alberta am Donnerstagmorgen.

Die Datenbank wurde nach einer gerichtlichen Anordnung letzte Woche entfernt, und sowohl Elections Alberta als auch die RCMP haben separate Untersuchungen zum Datenleck eingeleitet.