Carney sagt Reise ab und entsendet Minister nach B.C. nach Schießerei in Tumbler Ridge
Premierminister Mark Carney hat seine geplante Reise nach Deutschland zur globalen Sicherheitskonferenz aufgrund der tödlichen Schießerei in Tumbler Ridge, B.C., abgesagt, bestätigte sein Büro am Mittwoch.
In einer Erklärung des Premierministerbüros wurde zudem bekannt gegeben, dass der Minister für öffentliche Sicherheit, Gary Anandasangaree, sowie Wohnungsbauminister Gregor Robertson am Mittwoch in Tumbler Ridge eintreffen werden, um die föderale Reaktion auf die tödliche Schießerei vom Dienstag zu leiten.
„Der Premierminister bleibt derzeit in der National Capital Region, und wir bestätigen, dass alle zuvor angekündigten Reisen für die kommenden Tage abgesagt wurden“, erklärte das Premierministerbüro am Mittwochmittag (Ostzeit).
Carney hätte am Mittwochabend zur Münchner Sicherheitskonferenz reisen sollen, nachdem er bei einer Veranstaltung in Halifax die Verteidigungsindustrie-Strategie seiner Regierung bekanntgeben wollte.
Diese Ankündigung wurde laut PMO auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Unmittelbar nach der Schießerei am Dienstag hatte Carneys Büro zunächst mitgeteilt, dass seine geplante Auslandsreise „vorerst ausgesetzt“ sei.
Die Münchner Sicherheitskonferenz ist ein bedeutendes jährliches Treffen von Staats- und Regierungschefs zur Erörterung sicherheitspolitischer Themen. Carney war ursprünglich geplant, bis Sonntag in München zu bleiben.
Das Premierministerbüro gab am Mittwoch bekannt, dass Verteidigungsminister David McGuinty, Außenministerin Anita Anand und Minister für Künstliche Intelligenz Evan Solomon anstelle von Carney zur Konferenz nach München reisen werden, während der Premierminister in Ottawa bleibt.
Bei dem Angriff in Tumbler Ridge wurden neun Menschen getötet, darunter sechs, die tot in der Sekundarschule der Stadt aufgefunden wurden, sowie ein siebter Opfer, das während eines Lufttransports ins Krankenhaus verstarb. Zwei weitere Opfer wurden in einer Wohnstätte tot aufgefunden.
Die Polizei teilte mit, dass der mutmaßliche Schütze tot aufgefunden wurde, er hatte sich selbst verletzt.
Carney erklärte am Mittwoch vor Reportern in Ottawa, dass die Flaggen an Bundesgebäuden für sieben Tage auf Halbmast gesetzt werden, um der Opfer zu gedenken.
„Wir werden diese Krise bewältigen und daraus lernen. Doch jetzt ist die Zeit, zusammenzukommen – wie es die Kanadier in solchen schrecklichen Situationen stets tun – um einander zu unterstützen, gemeinsam zu trauern und zusammenzuwachsen“, sagte er.