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Anand warnt: NATO muss sich stärker auf arktische Bedrohungen ausrichten

NATO muss sich 'nach Norden' auf arktische Bedrohungen konzentrieren – Anand warnt

Die Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) muss ihren Fokus auf Sicherheitsbedrohungen in der Arktis richten, erklärte Außenministerin Anita Anand am Mittwoch.

Kanada investiert intensiv in die Verteidigung der Arktis, betonte Anand bei der Ottawa-Konferenz für Verteidigung und Sicherheit am Mittwoch.

„Die NATO darf sich jetzt nicht nur nach Osten, sondern auch nach Norden ausrichten. Die Nordatlantikvertrags-Organisation muss den Blick gen Norden richten“, sagte Anand auf der Konferenz.

Im vergangenen Monat eröffnete Kanada ein Konsulat in Nuuk, Grönland, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Drohungen zur Übernahme des halbautonomen Gebiets des NATO-Verbündeten Dänemark verstärkt hatte.

Anand bezeichnete die Eröffnung des Konsulats als „einen der bewegendsten Momente“ ihres Lebens und betonte, dass das Konsulat in der aktuellen „geostrategischen Lage“ eine neue Bedeutung erlangt habe.

Kanada plant zudem die Eröffnung eines Konsulats in Anchorage, Alaska, fügte sie hinzu und erklärte, dass Ottawa in Koordination mit NATO-Partnern agieren werde, da „weltweite Konkurrenz in der Arktis“ herrsche.

„Die Bedrohungen entwickeln sich von klimatischen Veränderungen über wirtschaftliche Risiken bis hin zu strategischen und militärischen Gefahren, etwa durch die immer weiter nördlich vorrückende russische Infrastruktur im Bereich des Polarkreises“, erläuterte sie.

Um der wachsenden russischen Präsenz zu begegnen, bedarf es „pragmatischer und kooperativer Maßnahmen gemeinsam mit der NATO sowie neuen Partnerschaften wie den nordischen und baltischen Staaten, mit denen wir eng zusammenarbeiten“, so Anand.

Neben Investitionen in Verteidigungsfähigkeiten in der Arktis müsse Kanada zudem eng mit den indigenen Völkern zusammenarbeiten und sich mit ihnen abstimmen.

„In der heutigen strategischen Situation wird arktische Souveränität nicht nur erklärt, sondern muss aktiv demonstriert werden“, betonte sie.