Audimax » Sport » Fussball » FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 » FIFA führt „Anti-Arsenal“-Regel für die WM 2026 ein – VAR erhält erweiterte Befugnisse

FIFA führt „Anti-Arsenal“-Regel für die WM 2026 ein – VAR erhält erweiterte Befugnisse

FIFA führt „Anti-Arsenal“-Regel für WM 2026 ein – VAR mit neuen Befugnissen

Die FIFA und die Fußballregelhüter haben rasch eine neue VAR-Anwendung für die WM 2026 eingeführt, die nun offiziell Bestandteil des Spiels ist.

Die Neuerung richtet sich gegen eine aus dem Basketball entlehnte Taktik: das Stellen von Blocks oder Screens, um Verteidiger bei Eckstößen und gefährlichen Freistößen zu behindern. Spieler dürfen künftig nicht mehr absichtlich Gegner am Verteidigen hindern oder deren Wege versperren. Die klassische Basketballaktion, bei der ein Spieler Raum für einen Mitspieler schafft, indem er einen Verteidiger blockiert, steht damit nun klar im Fokus.

VAR darf vor Ballspiel eingreifen

Die Regel geht sogar noch einen Schritt weiter. Der VAR kann eingreifen, wenn die Blockade schon vor dem Schuss und sogar vor dem Ballspiel erfolgt.

Wird ein Verteidiger durch einen Verstoß vor dem Spielneustart daran gehindert, realistisch zu verteidigen, kann ein daraus resultierendes Tor aberkannt werden – unabhängig davon, ob der Ball zu diesem Zeitpunkt technisch im Spiel war.

Damit entsteht eine siebte VAR-Kategorie. Zu den ursprünglich vier überprüfbaren Situationen zählten Tore, Strafstoßentscheidungen, direkte Rote Karten und Verwechslungen. Auf der jüngsten FIFA-Ratssitzung wurden zwei weitere Kategorien genehmigt: zweite Gelbe Karten, die zu einer Platzverweisung führen, sowie Entscheidungen bei Eckstößen. Die neue Anti-Blockade-Regel ergänzt diese Liste nun.

Neue VAR-Überprüfungen weltweit ab Juli

Die Änderungen gelten bei der WM und werden ab dem 1. Juli auch in Wettbewerben weltweit umgesetzt.

VAR-Offizielle können künftig auch zweite Gelbe Karten, die eine Rote Karte nach sich ziehen, überprüfen und bei klaren Fehlern korrigieren.

Eckstöße werden unter bestimmten Bedingungen ebenfalls überprüfbar. Erkennt der VAR vor der Ausführung einen eindeutigen Fehler, kann die Entscheidung noch in dem kurzen Moment zwischen dem Pfiff des Schiedsrichters und der Positionierung der Spieler für den Neustart korrigiert werden.

Auswirkungen auf Arsenal und Spezialisten für Standardsituationen

Die neue Anti-Blockade-Regel könnte erhebliche Folgen für Teams haben, die stark auf ausgeklügelte Standardsituationen setzen.

Arsenal, dessen Eckstoß-Strategien in der Premier League viel Beachtung finden, ist ein Beispiel für einen Klub, der unter der neuen Auslegung besonders vorsichtig agieren muss.

Das Ziel der FIFA ist eindeutig: Ecken und Freistöße sollen nicht zu Situationen werden, in denen Spieler durch physische Behinderung einen unfairen Vorteil erlangen. Der Weltverband will eine strengere Kontrolle bei Standardsituationen und hat dem VAR mehr Befugnisse zur konsequenteren Überwachung eingeräumt als je zuvor.