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Der Weg des geringsten Widerstands: Wie Arsenal das Champions-League-Finale erreichte

Wie Arsenal das Champions-League-Finale auf dem leichteren Weg erreichte

Arsenal steht nur noch drei Spiele von der erfolgreichsten Saison in ihrer 140-jährigen Vereinsgeschichte entfernt. Neben dem ersten Premier-League-Titel seit 22 Jahren hat Mikel Artetas Mannschaft auch die Chance, erstmals die Champions League zu gewinnen.

Die Gunners treffen am 31. Mai im Champions-League-Finale in Budapest, Ungarn, auf Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Sie hoffen, an ihre letzte Finalteilnahme 2006 anzuknüpfen, als sie in Paris mit 1:2 gegen Barcelona verloren.

Obwohl Torwart Jens Lehmann bereits nach 18 Minuten vom Platz gestellt wurde, gingen die Gunners vor der Halbzeit durch Sol Campbell in Führung. Doch schnelle Treffer von Samuel Eto’o und Juliano Belletti im letzten Viertel des Spiels drehten die Partie zugunsten von Barça.

PSG in beeindruckender Form

Die Premier-League-Tabellenführer gehen als Außenseiter ins Finale gegen PSG, die nach einem verhaltenen Saisonstart genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Topform erreicht zu haben scheinen. Luis Enriques Team eliminierte in der K.o.-Phase bereits zwei englische Mannschaften: Chelsea wurde im Achtelfinale mit insgesamt 8:2 besiegt, bevor Liverpool im Viertelfinale mit 4:0 dominiert wurde.

Die französischen Meister setzten sich anschließend in einem legendären Champions-League-Duell gegen Bayern München durch und gewannen das Halbfinale mit 5:4 über beide Spiele.

Es ist wohl kaum umstritten, dass Arsenals Weg ins Finale weniger anspruchsvoll war. Zwar werden die Gunners betonen, dass sie sich das verdient haben, da sie in der Gruppenphase mit acht Siegen als einziges Team die Bestmarke aufstellten.

Arsenals Weg unter der Lupe

Während PSG in den Playoffs der K.o.-Runde nur knapp an Ligue-1-Konkurrent Monaco vorbeikam, übersprang Arsenal diese Runde komplett, da sie unter den besten acht Teams der Gruppenphase waren.

Artetas Mannschaft wurde auf der vermeintlich leichteren Seite des Turnierbaums gelost und konnte so möglichen Begegnungen mit PSG, Chelsea, Liverpool, Real Madrid, Manchester City oder Bayern München entgehen.

Stattdessen trafen sie auf Bayer Leverkusen, den nur sechstbesten Klub der Bundesliga in dieser Saison, der zudem bereits zwei Zusatzspiele in den Playoffs absolviert hatte. Arsenal brauchte einen späten Elfmeter von Kai Havertz, um auswärts ein 1:1 zu sichern, bevor sie im Emirates-Stadion souverän mit 2:0 gewannen.

Im Viertelfinale wartete dann entweder Sporting CP oder Bodø/Glimt, beides keine europäischen Schwergewichte, und es wurde die portugiesische Mannschaft. Havertz erzielte erneut spät im Hinspiel das entscheidende 1:0, und Arsenal zog nach einem angespannten 0:0 im Rückspiel in London weiter.

Ein letztes Hindernis bleibt

Im Halbfinale hätten die Gunners auf die spanischen Meister Barcelona treffen können, doch stattdessen wurde Atlético Madrid gelost, die in LaLiga den vierten Platz belegen und zuvor die Katalanen überraschten.

Eine weitere hart umkämpfte Begegnung endete mit einem knappen Sieg für Arsenal nach einem Unentschieden in Spanien.

Wenn Bayer Leverkusen, Sporting CP und Atlético Madrid nicht gerade die einschüchterndste Route ins Champions-League-Finale darstellen, erwartet die meisten, dass PSG am 31. Mai in Budapest für die Herausforderung sorgen wird.