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Russische Drohne mit voller Sprengladung trifft Hochhaus in Rumänien

Gesamte Sprengladung detoniert: Russische Drohne schlägt in rumänisches Hochhaus ein

In der Grenzregion Rumäniens zur Ukraine kommt es wiederholt zu militärischen Vorfällen. Dieses Mal schlug eine russische Drohne, beladen mit Sprengstoff, in ein Hochhaus ein. Dabei handelt es sich nicht um das einzige unbemannte Flugobjekt, das unerwünscht in den Luftraum des NATO-Mitglieds eindrang.

In der Stadt Galati, nahe der ukrainischen Grenze, stürzte eine Drohne auf ein Wohngebäude und verletzte zwei Bewohner leicht. Laut der rumänischen Katastrophenschutzbehörde auf Facebook traf das unbemannte Fluggerät am frühen Morgen eine Wohnung im zehnten Stock und löste einen Brand aus. Die gesamte Sprengladung detonierte. Etwa 70 Personen wurden in Sicherheit gebracht, und das Feuer konnte gelöscht werden.

Das Verteidigungsministerium in Bukarest erklärte, dass Russland in der Nacht erneut zivile Einrichtungen und Infrastruktur in der Nähe der ukrainischen Grenze mit Drohnen attackiert habe. Eine dieser Drohnen sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Um 01:19 Uhr starteten zwei F-16-Kampfjets vom Militärstützpunkt Fetesti, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Lage wird weiterhin als dynamisch beschrieben.

Das Innenministerium des NATO-Staates informierte via Facebook, dass zunächst keine weiteren Drohnen beobachtet wurden. Ein Spezialistenteam für Explosionsermittlungen machte sich noch in der Nacht auf den Weg zum Einsatzort. Galati liegt an der Donau, nur wenige Kilometer von den Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine entfernt. In den frühen Morgenstunden griffen Drohnen das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa an, der etwa 90 Kilometer von Galati entfernt ist. Eine Drohne verfing sich in Stromleitungen, was zu einer vorübergehenden Stromunterbrechung in fünf umliegenden Dörfern führte, wie die lokalen Behörden über Telegram mitteilten. Ismajil ist mit dem größten Donauhafen der Ukraine ein strategisch bedeutender Ort, der häufig Angriffen ausgesetzt ist.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich bereits am späten Donnerstagabend: Laut dem Sender TVR wurde im Nordwesten Rumäniens, nahe der Ortschaft Basesti im Kreis Maramures, eine Drohne ohne Sprengstoff gefunden. Das Gebiet wurde abgesichert, berichteten lokale Behörden. Die Herkunft des Fluggeräts mit einer Spannweite von etwa drei Metern wird derzeit untersucht.