Iran verlangt Freigabe von 24 Milliarden Dollar eingefrorener Vermögenswerte
Kürzlich äußerten sich sowohl die USA als auch der Iran zu einer möglichen Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs. Teheran stellt dabei den Zugang zu eingefrorenen finanziellen Mitteln als Friedensbedingung in den Vordergrund.
Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen und der jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Iran und USA fordert Teheran die Freigabe von eingefrorenen Vermögenswerten. Laut Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, die sich auf eine anonyme Quelle aus dem iranischen Vermittlerteam beruft, müsste mit Inkrafttreten eines Rahmenabkommens die Hälfte der insgesamt 24 Milliarden Dollar (etwa 21 Milliarden Euro) freigegeben werden.
Die verbleibenden Mittel sollen innerhalb einer 60-tägigen Frist überwiesen werden, die beide Kriegsparteien für das Rahmenabkommen festgelegt haben, berichtete Tasnim weiter. Auch die Agentur Fars unterstrich, dass ohne die Freigabe der Gelder keine Einigung möglich sei.
Erst am Montag reiste eine hochrangige iranische Delegation unter Leitung des Verhandlungsführers und Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf in den Golfstaat Katar, um Gespräche zu führen. Dabei stand laut Tasnim-Informationen auch die Durchsetzung dieser Forderung im Mittelpunkt. In Katar sind Einnahmen aus dem sanktionierten Ölgeschäft des Iran eingefroren.
Die Schätzungen über die weltweit eingefrorenen iranischen Vermögenswerte variieren stark. Teilweise werden dabei auch Immobilien oder buchhalterische Werte berücksichtigt, deren tatsächlicher Wert niedriger sein könnte. Die genaue Herkunft der iranischen Summe von 24 Milliarden Dollar blieb zunächst unklar.
In den vergangenen Tagen gab es von Seiten der USA und des Iran Aussagen zu einem möglichen Abschluss eines Rahmenabkommens, das eine 60-tägige Verhandlungsfrist zur Beendigung des Kriegs vorsieht und Informationen zum Zustand der Straße von Hormus enthalten soll. Zu weiteren Details gab es jedoch kaum Übereinstimmung.