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Spanien verzichtet auf Dani Carvajal im vorläufigen WM-Kader: Welche Real-Madrid-Stars sind dabei?

Spanien ohne Carvajal im WM-Vorbereitungskader: Real-Madrid-Stars im Aufgebot

Spanien wird die Weltmeisterschaft ohne Álvaro Morata und Dani Carvajal bestreiten. Das scheint nun endgültig festzustehen.

Weder der erfahrene Stürmer noch der langjährige Verteidiger von Real Madrid wurden in den 55-köpfigen vorläufigen Kader aufgenommen, den der spanische Fußballverband am 11. Mai an die FIFA übermittelt hat. Aus diesem Kader wird die endgültige 26-köpfige Mannschaft Spaniens zusammengestellt, was die Chancen beider Spieler auf eine WM-Teilnahme effektiv beendet.

Diese Entscheidung bedeutet, dass drei der vier Kapitäne aus Spaniens erfolgreichem UEFA-Euro-Titelkampf – Morata, Jesús Navas und Carvajal – nicht zum WM-Aufgebot von Luis de la Fuente gehören werden. Während der spanische Trainer öffentlich keine endgültige Stellungnahme abgeben wollte, berichten Quellen dieser Zeitung, dass die Entscheidung bereits gefallen ist.

Zwei Säulen von Spaniens jüngstem Erfolg

Morata und Carvajal waren zentrale Figuren in einer der erfolgreichsten Phasen der spanischen Nationalmannschaft der letzten Jahre.

Ihr Einfluss reichte weit über das Spielfeld hinaus. Beide galten als respektierte Führungspersönlichkeiten in der Kabine und waren wichtige Stimmen bei großen Turnieren. Gerade das machte die Entscheidung für De la Fuente und sein Team besonders schwer.

Doch Verletzungen, fehlende Konstanz und mangelnde Spielzeit sprachen letztlich gegen beide Spieler.

Carvajal durchlebte eine körperlich äußerst schwierige Zeit, da er wegen einer Muskelverletzung, einem Knieproblem und einem Bruch an einem Zeh des rechten Fußes insgesamt 109 Tage pausieren musste – von dem letzten noch nicht vollständig genesen ist. Selbst wenn er fit war, gelang es ihm kaum, sich bei Real Madrid dauerhaft Spielzeit zu sichern; mit nur 886 Minuten lag er auf dem 21. Rang im Team.

Moratas Probleme in Italien

Morata hingegen hoffte, dass der Wechsel zu Como und die Wiedervereinigung mit seinem ehemaligen spanischen Teamkollegen Cesc Fàbregas seiner Karriere vor der WM neuen Schwung verleihen würden. Dieser Impuls blieb jedoch aus.

Die mangelnde Torproduktion überwog schließlich gegenüber seiner Führungskompetenz und Erfahrung.

Morata, Spaniens viertbester Torschütze aller Zeiten mit 37 Treffern in 87 Länderspielen, erzielte in dieser Saison lediglich ein Tor in 28 Spielen. Nach den jüngsten Einberufungen zur Nationalmannschaft schien sein Ausschluss immer wahrscheinlicher.

Sowohl Morata als auch Carvajal gehörten zum Kader Spaniens für das Final Four der UEFA Nations League und standen auch im ersten Kader der Saison im September. Im Oktober, November und März blieben beide jedoch außen vor.

Nun werden sie auch die Weltmeisterschaft verpassen.

Damit dürften Rodri, Unai Simón und Ferran Torres die Führungsspitze der neuen spanischen Kapitänsgruppe bei der WM bilden.

De la Fuente deutete Carvajal-Entscheidung an

Carvajal hatte bis zum letzten Auswahlprozess noch Hoffnungen und steht Berichten zufolge kurz vor seinem Comeback für Real Madrid gegen Oviedo.

De la Fuente äußerte sich kürzlich öffentlich zur Situation des Verteidigers und obwohl er ihn nicht ausdrücklich ausschloss, ließen seine Aussagen die Richtung Spaniens erahnen.

„Er hat nichts Ernstes“, sagte De la Fuente vor Kurzem. „Aber er braucht Zeit, um sein Leistungsniveau zu zeigen. Wir werden sehen, ob er das beweisen kann und ob er die Gelegenheit bekommt. So wie ich einst die Entscheidung traf, ihn in die Nationalmannschaft zu holen, wird er verstehen, wenn ich die entgegengesetzte Entscheidung treffen muss.“

Diese entgegengesetzte Entscheidung scheint nun gefallen zu sein.

Zumindest vorerst scheint Carvajals Karriere in der spanischen Nationalmannschaft bei 52 Einsätzen pausiert zu sein.

Real-Madrid-Trio im vorläufigen WM-Kader

Carvajals Teamkollegen bei Real Madrid, Dean Huijsen, Fran García und Gonzalo García, sind im 55-köpfigen Aufgebot vertreten, wobei nur Huijsen als sicherer Kandidat für den endgültigen 26-Mann-Kader gilt.