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„Fehler eingestanden“: Britischer Premier will im Amt bleiben – Starmers Krisenrede in drei Punkten

"Haben Fehler gemacht": Britischer Premier will im Amt bleiben - Starmers Krisenrede in drei Zitaten

Keir Starmer trägt die Verantwortung für die erheblichen Verluste seiner Labour-Partei bei den Wahlen, plant jedoch keinen Rücktritt. In einer eindringlichen Krisenrede verteidigte er seinen Kurs und warnte vor den politischen Gegnern.

Der britische Premierminister Keir Starmer setzt alles daran, sein Amt zu behalten. In einer mit Spannung erwarteten Ansprache wandte sich der 63-Jährige sowohl an seine Partei als auch an das gesamte Vereinigte Königreich. Starmer übernahm die Verantwortung für das Wahldebakel seiner Labour-Partei am vergangenen Donnerstag und versprach, künftig bessere Ergebnisse zu erzielen. Hier drei zentrale Aussagen im Überblick:

„Ich bin mir bewusst, dass es Skeptiker gibt, und ich weiß, dass ich ihnen das Gegenteil beweisen muss – das werde ich tun.“

In den letzten Monaten wurde Starmer nicht nur von den Rechtspopulisten der Partei Reform UK und den Konservativen unter Druck gesetzt, sondern auch von den eigenen Parteimitgliedern und Wählern. Viele, die ihn im Sommer 2024 zu seinem grandiosen Wahlsieg verholfen hatten, haben sich abgewandt. Dem Premier werden zahlreiche Fehlentscheidungen vorgeworfen. Er selbst betont seine Verantwortung: „Aber ich trage auch die Verantwortung, die Veränderungen umzusetzen, für die wir gewählt wurden – und genau das werde ich liefern.“

„Natürlich haben wir, wie jede Regierung, Fehler gemacht, doch bei den entscheidenden politischen Weichenstellungen lagen wir richtig.“

Starmer verteidigt unter anderem seine Entscheidung, sich nicht an den US-israelischen Militäraktionen im Iran zu beteiligen. Zudem verweist er auf sichtbare Fortschritte im angeschlagenen Gesundheitssystem NHS sowie auf sinkende Migrationszahlen. Dennoch räumt der Premier ein: „Das reicht nicht aus.“ Für viele Britinnen und Briten, die genug vom Status quo haben, geht die Veränderung nicht schnell genug.

„…wir stehen nicht nur vor herausfordernden Zeiten, sondern auch vor sehr gefährlichen Gegnern.“

Was passiert, wenn Labour nicht mehr regiert? Starmer warnt eindringlich vor den politischen Gegnern, besonders vor den Rechtspopulisten. Sollte seine Partei scheitern, würde das Land einen „sehr düsteren“ Weg einschlagen. Er warnt ausdrücklich vor einer für diesen Samstag geplanten Rechtsdemonstration im Herzen Londons. „Wir können nicht gewinnen, indem wir eine schwächere Version von Reform UK oder den Grünen sind“, so Starmer. „Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir eine stärkere Labour-Partei sind.“ Es stehe viel auf dem Spiel – „es geht um die Seele der Nation“, betont er.

Zum Hintergrund: Bei den Regional- und Parlamentswahlen in England, Wales und Schottland am vergangenen Donnerstag erlitt Labour erhebliche Verluste. Hauptprofiteur war die rechtspopulistische Partei Reform UK von Brexit-Befürworter Nigel Farage, die erstmals mehr als 1.400 Sitze in Regionalparlamenten errang. Obwohl das britische Parlament erst 2029 neu gewählt wird, stellt dieses Ergebnis eine erhebliche innenpolitische Schwächung für den Premierminister dar.