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Kreml warnt Kiew: Selenskyj rät Staatsgästen von Teilnahme an Moskauer Militärparade ab

Kreml droht Kiew: Selenskyj rät Staatsgästen von Teilnahme an Moskauer Parade ab

Im Vorfeld der russischen Feierlichkeiten zum Sieg über Nazi-Deutschland verschärfen sich die Spannungen zwischen Moskau und Kiew weiter. Während Russland mit Angriffen auf das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt droht, warnt Präsident Selenskyj Staatsgäste eindringlich davor, an der Militärparade auf dem Roten Platz teilzunehmen.

Im Vorfeld des traditionellen Siegestags in Moskau hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Vertreter von Russland nahestehenden Staaten davon abgeraten, die russische Hauptstadt zu besuchen. Laut Selenskyj gingen entsprechende Anfragen bei der Ukraine ein. Er bezeichnete diesen Wunsch zu diesem Zeitpunkt als ungewöhnlich und riet klar davon ab.

Moskau begeht den 9. Mai traditionell mit einer Militärparade auf dem Roten Platz zur Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland und hat zu den Feierlichkeiten einseitig eine Waffenruhe angekündigt. „Sie wollen von der Ukraine die Erlaubnis, ihre Parade abzuhalten, um einmal im Jahr für eine Stunde sicher auf den Platz zu gehen“, erklärte Selenskyj. Anschließend plane Russland, den Krieg gegen die Ukraine fortzusetzen und weiterhin Menschen zu töten.

Kurz zuvor hatte Moskau seine einseitig erklärte Feuerpause bekräftigt. Gemäß einer Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin gilt von Freitag 0.00 Uhr (Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) bis zum 10. Mai eine Waffenruhe zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Nazi-Deutschland, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. In diesem Zeitraum sollen russische Truppen sämtliche Kampfhandlungen einstellen.

Zugleich erneuerte Moskau seine Drohung, bei einem Versuch der Ukraine, die Feierlichkeiten in Moskau zu stören, mit einem massiven Angriff auf das Zentrum Kiews zu reagieren. Das russische Ministerium forderte ausländische Diplomaten und Zivilisten erneut auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen.

Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten hatte Moskau eine einseitige Waffenruhe für Freitag und Samstag erklärt, worauf Kiew mit der Ankündigung einer eigenen Feuerpause bereits ab Mittwoch reagierte. Diese einseitige Feuerpause wurde von der Ukraine jedoch nach einem Tag wieder aufgehoben, da die russischen Angriffe weitergingen. Als Reaktion darauf führte die Ukraine einen ihrer bisher größten Drohnenangriffe durch.