Rumänien schießt erneut Drohne über eigenem Staatsgebiet ab
Immer wieder gelangen unbemannte Drohnen russischer oder ukrainischer Herkunft über die Grenze auf rumänisches Gebiet. Die rumänische Luftwaffe geht inzwischen entschlossener vor und hat erneut eine Drohne vom Himmel geholt.
Am zweiten Tag hintereinander hat die rumänische Armee eine Drohne im Luftraum des Landes abgeschossen. Das Flugobjekt wurde am Morgen etwa zehn Kilometer westlich von Sfantu Gheorghe im Donaudelta, nahe der Grenze zur Ukraine, abgefangen, wie Verteidigungsminister Radu Miruta auf Facebook mitteilte. Die Drohne war kurz zuvor auf dem Radar entdeckt worden und wurde wenige Minuten später von einem rumänischen F-16-Kampfjet getroffen.
Bereits am Vortag hatte das Militär des NATO-Mitgliedstaates Rumänien eine Drohne im eigenen Luftraum abgeschossen. Der Abschuss erfolgte in der Nähe des Dorfes Padina, rund 100 Kilometer von der Hauptstadt Bukarest entfernt. Dies war der erste Abschuss seit Beginn des Krieges in der Ukraine.
Keine Einzelfälle von Drohnen im rumänischen Luftraum
Im andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine setzen beide Seiten unbemannte Drohnen ein. Im Verlauf der fast viereinhalb Jahre dauernden Invasion drangen immer wieder Drohnen in den rumänischen Luftraum ein. Einige stürzten ab, doch bis zum vergangenen Freitag war keine Drohne abgeschossen worden.
Ende Mai stürzte eine mit Sprengstoff bestückte Drohne nahe Galati an der Grenze zur Ukraine in ein Wohnhaus. Nach Angaben aus Bukarest handelte es sich um eine russische Drohne. Bereits im Jahr 2025 hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das dem rumänischen Militär erlaubt, unbemannte Drohnen abzuschießen.