Ferran Torres, Spaniens WM-Held, sagt: Die ersten Verteidiger waren keine Menschen
Ferran Torres wurde durch sein Tor gegen Argentinien sofort zum spanischen WM-Helden. Doch die Gegner, die ihn auf diesen Moment vorbereiteten, waren deutlich haariger.
Torres erzielte das einzige Tor im Finale der WM 2026, als er in der 106. Minute traf und Spanien im MetLife Stadium nach Verlängerung mit 1:0 gegen Argentinien gewann. Das Tor des eingewechselten Spielers sicherte La Rojas zweiten Weltmeistertitel bei den Männern und katapultierte ihn neben Andrés Iniesta in die Geschichte des spanischen Fußballs.
Ein älteres Interview zeigt jedoch, dass einige von Torres’ ersten Eins-gegen-Eins-Duellen nicht gegen andere Kinder stattfanden.
Wer waren Ferran Torres’ erste Verteidiger?
Im Gespräch mit Guillem Balagué für das spanische Fußballmagazin Panenka im Jahr 2020 erzählte Torres von seiner Kindheit in Foios, einem kleinen Ort unweit von Valencia. Obwohl seine Straße breit genug zum Fußballspielen war, blieb er meist in der Nähe seines Zuhauses.
„Ich bin nicht viel rausgegangen, denn zum Glück wohnte ich in einem Haus mit Erdgeschoss“, erklärte er. „Dort hatte ich mein Tor und meine Hunde, die als Verteidiger fungierten, und ich konnte spielen und eine richtig gute Zeit haben.“
Torres berichtete, dass er stundenlang mit dem Ball spielte, wobei ein besonders hartnäckiger Hund immer wieder versuchte, ihm den Ball abzunehmen.
„Ich hatte einen Hund, der nichts anderes tat, als mir den Ball zu klauen“, sagte er. „Am Ende hat das geholfen.“
Diese ersten Verteidiger waren Lluna und Mini, zwei Hunde, die Torres später als Begleiter seiner gesamten Reise zum Profifußball bezeichnete.
Warum spielte Ferran Torres nicht auf der Straße?
Im Gegensatz zu vielen früheren Generationen spanischer Spieler wuchs Torres nicht mit regelmäßigen Straßenfußballspielen auf.
„Ich habe nicht auf der Straße gespielt, weil ich im Jahr 2000 geboren wurde und damals schon vieles moderner war“, erzählte er Panenka. Seine ersten organisierten Spiele absolvierte er stattdessen im Futsal an seiner Schule, der EPLA, bevor ihn Valencia mit sieben Jahren verpflichtete.
Der Stürmer gab zu, dass sein Spielstil damals nicht besonders komplex war. „Ich wollte nur Tore schießen“, sagte er. „Ich habe nicht einmal gepasst.“
Mehr als zwei Jahrzehnte später ist dieser Instinkt geblieben. Als sich ihm Spaniens größte Chance im WM-Finale bot, konzentrierte sich Torres wieder auf eines: den Ball im Netz unterzubringen. Dieses Mal konnten ihn auch die menschlichen Verteidiger Argentiniens nicht stoppen.