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Explosionen in der Straße von Hormus? Iran meldet brennende Tanker – Washington widerspricht

Explosion in Straße von Hormus?: Iran meldet brennende Tanker - Washington dementiert

Das US-Militär führt bereits die siebte Nacht in Folge Angriffe auf iranische Ziele durch. Nach mehreren Explosionen sollen zwei Öltanker südlich der Straße von Hormus Feuer gefangen haben, wie die Revolutionsgarden behaupten. Das US-Regionalkommando Centcom widerspricht dieser Darstellung jedoch deutlich.

Den Angaben der iranischen Revolutionsgarden zufolge sind zwei Öltanker in der Straße von Hormus auf Minen gestoßen und explodiert. Auf beiden Schiffen sei ein Brand ausgebrochen, hieß es am frühen Morgen in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Erklärung der Revolutionsgarden.

„Zwei Öltanker, die versuchten, das Minenfeld südlich der Straße von Hormus zu passieren und dabei von US-Geheimdiensten fehlgeleitet wurden, sind explodiert und in Brand geraten“, erklärte die Revolutionsgarden laut der bei Telegram verbreiteten Meldung von Irna. Informationen über die Herkunft der Schiffe oder mögliche Verletzte wurden nicht genannt.

Washington wies die Berichte über die Öltanker nur wenige Stunden später zurück. Ein kurzes Dementi des zuständigen Regionalkommandos Centcom auf X lautete: „Diese Behauptungen der Revolutionsgarden sind – wie die meisten ihrer Aussagen – falsch.“

Die Revolutionsgarden gaben außerdem an, mit einem „kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz“ vier Schiffe gestoppt zu haben, die versuchten, die Straße von Hormus zu durchqueren. „In den vergangenen Stunden versuchten vier Schiffe, unter Verletzung der Bestimmungen und mit Unterstützung der terroristischen US-Armee, die Straße von Hormus zu passieren“, erklärte das Staatsfernsehen. „Alle vier Schiffe wurden durch einen kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz gestoppt.“ Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben steht noch aus.

Nach eigenen Angaben hat das US-Militär bereits die siebte Nacht hintereinander Ziele im Iran angegriffen. Das Regionalkommando Centcom erklärte auf X, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter schwächen zu wollen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem von drei Explosionen in der südiranischen Stadt Sirik.

Zu Beginn des Konflikts hatte die Führung in Teheran die für den internationalen Schiffsverkehr strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen. Dabei wurden unter anderem Minen in der Meerenge ausgelegt, um die Passage von Schiffen zu verhindern. Nach einer vorübergehenden Öffnung infolge einer Entspannung zwischen Washington und Teheran ist die Meerenge seit einer Woche aufgrund erneuter Spannungen wieder geschlossen. Die USA haben als Reaktion ihre Blockade iranischer Häfen erneut aktiviert. Die Sperrung dieser für den globalen Handel mit Erdöl und Flüssigerdgas bedeutenden Wasserstraße führte weltweit zu deutlich steigenden Energiepreisen.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat zuletzt wieder an Intensität gewonnen. US-Präsident Donald Trump drohte am Dienstag mit einer weiteren Eskalation der Angriffe auf den Iran, sollte es bei den Verhandlungen mit Teheran über ein Kriegsende und die Nutzung der Straße von Hormus zu keinem Erfolg kommen.