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FIFA prüft Mexiko wegen homophober Gesänge bei der WM

FIFA prüft Mexiko wegen homophoben Gesängen bei der WM

Mexikos WM-Kampagne 2026 endete mit der Achtelfinalniederlage gegen England, doch der mexikanische Fußballverband könnte weiterhin unter die Lupe der FIFA geraten.

Wie ein Bericht von Politico berichtet, hat das Fare Network, eine Anti-Diskriminierungsorganisation, die mit der FIFA zusammenarbeitet, mehrere Meldungen zu diskriminierenden Vorfällen mit mexikanischen Fans während des Turniers eingereicht.

FIFA erwägt Untersuchung der Gesänge mexikanischer Fans

Die vorliegenden Hinweise könnten die FIFA dazu veranlassen, eine offizielle Untersuchung gegen den mexikanischen Fußballverband einzuleiten, was disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Die gemeldeten Vorfälle betreffen den homophoben Torwart-Gesang, der Mexikos Nationalmannschaft seit Jahren begleitet. Dieser Gesang soll sowohl beim Gruppenspiel Mexikos gegen Tschechien als auch beim Achtelfinalspiel gegen England bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada zu hören gewesen sein.

Üblicherweise wird der spanischsprachige Ausruf von Teilen der Zuschauer beim Abstoß des gegnerischen Torwarts skandiert und hat bereits mehrfach zu Geldstrafen und weiteren Sanktionen gegen den mexikanischen Verband geführt.

Diese Vorfälle werfen auch Fragen zu den Schiedsrichtern der beiden Partien auf. Trotz mehrfacher Berichte über den Gesang reagierten die Unparteiischen nicht mit der Aktivierung des Anti-Diskriminierungs-Protokolls der FIFA.

Nach diesem Protokoll kann der Schiedsrichter zunächst das Spiel unterbrechen und eine Durchsage im Stadion veranlassen, die die Fans auffordert, das diskriminierende Verhalten einzustellen. Wird das Verhalten fortgesetzt, können die Teams vorübergehend vom Spielfeld geschickt werden, und als letzte Maßnahme kann das Spiel abgebrochen werden, falls sich das Verhalten nicht ändert.

Das Fare Network betonte, dass Mexiko bereits zuvor wegen dieses Gesangs bestraft wurde, obwohl weiterhin Anstrengungen unternommen werden, dieses Verhalten bei Spielen der Nationalmannschaft zu unterbinden.