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Hisbollah lehnt Verhandlungen ab: US-Delegation soll israelischen Truppenabzug im Libanon koordinieren

Hisbollah gegen Verhandlungen: US-Delegation soll im Libanon israelischen Truppenrückzug organisieren

Im Anschluss an das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon sollen sogenannte „Pilotzonen“ den Rückzug israelischer Truppen einleiten. Die ersten Schritte vor Ort werden vom US-Militär koordiniert, während Israel weiterhin auf bestimmte Voraussetzungen besteht.

Im Rahmen der Verhandlungen zwischen der libanesischen Regierung und Israel unternehmen die USA offenbar erste Maßnahmen, um den Abzug israelischer Streitkräfte aus ausgewählten Gebieten im Süden Libanons zu organisieren. Der US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, informierte den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun darüber, dass „in den nächsten Tagen eine US-Militärdelegation in Beirut eintreffen wird, um das Vorgehen zur Umsetzung vor Ort zu definieren“.

Ein Vertreter der US-Regierung erklärte, dass in Kürze eine erste „Pilotzone“ eingerichtet werden soll. „Weitere Pilotzonen befinden sich derzeit in Planung und Vorbereitung.“ Das zuständige US-Zentralkommando Centcom wird dabei eng mit beiden Ländern zusammenarbeiten.

Ende Juni hatten sich Israel und der Libanon unter US-Vermittlung auf ein Rahmenabkommen verständigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarn ebnen soll. Bestandteil der Vereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug israelischer Truppen aus dem Süden Libanons, wo die israelische Armee seit Jahren gegen die Hisbollah-Miliz kämpft. Zunächst soll das libanesische Militär zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen.

Die Vereinbarung sieht jedoch vor, dass die Verantwortung für diese Gebiete erst „nach erfolgreicher Entwaffnung nichtstaatlicher Gruppen“ an den Libanon übergeben wird. Dieser Passus richtet sich insbesondere gegen die Hisbollah, die seit Langem große Teile des Südlibanon kontrolliert. Die vom Iran unterstützte Miliz lehnt die Gespräche der libanesischen Regierung mit Israel strikt ab.

Israel beharrt auf einer „Sicherheitszone“

Die israelischen Streitkräfte haben angekündigt, in einer zehn Kilometer breiten „Sicherheitszone“ im Libanon präsent bleiben zu wollen, solange die Hisbollah nicht entwaffnet ist. Zuletzt bekräftigte auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass Israel sich weiterhin gegen die Hisbollah verteidigen werde.

Nach Angaben der USA sollen die nächsten Gespräche zwischen Libanon und Israel am kommenden Mittwoch und Donnerstag in Rom stattfinden. Während Italien diese Treffen als Gespräche auf Botschafterebene bezeichnete, erklärten die USA, dass Expertenteams beider Seiten an den Verhandlungstisch kommen werden. Aus Verhandlungskreisen verlautete, dass der Libanon den teilweisen Rückzug Israels als Voraussetzung für weitere Gespräche gestellt habe.