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Grüne im Landtag Mecklenburg-Vorpommern: Schwesigs Aufschwung ermöglicht Rot-Rot-Grün-Koalition

Grüne in Umfrage im Landtag: Schwesig-Aufwind macht Rot-Rot-Grün im Norden wieder möglich

In Mecklenburg-Vorpommern verändern sich die Umfragewerte nur geringfügig, dennoch entfalten diese kleinen Verschiebungen eine bedeutende Wirkung. So schaffen die Grünen aktuell wieder den Einzug in den Landtag. Gleichzeitig kann die SPD zulegen, wodurch ein Bündnis aus drei Parteien realistisch erscheint.

Rund zehn Wochen vor der Landtagswahl behauptet die AfD laut einer aktuellen Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin die Spitzenposition, könnte aber hinter einem rot-rot-grünen Bündnis zurückfallen. Sowohl die SPD als auch die Grünen verzeichnen leichte Zuwächse, sodass beide Parteien gemeinsam mit den Linken rechnerisch eine knappe Mehrheit im künftigen Parlament erzielen könnten, wie die Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zeigt.

Die AfD bleibt unverändert bei 36 Prozent. Die SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig steigert sich im Vergleich zur Mai-Erhebung um zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent. Die Grünen, die bisher mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde lagen, gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und wären damit im nächsten Landtag vertreten, der am 20. September gewählt wird.

Gemeinsam mit den Linken, die im Vergleich zur letzten Umfrage um einen Punkt auf 12 Prozent zurückgehen, erreicht das rot-rot-grüne Bündnis 46 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als alle anderen im Landesparlament vertretenen Parteien zusammen.

Die CDU kommt laut Umfrage auf 9 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als im Mai. Das BSW, die FDP sowie weitere Parteien würden voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

SPD erzielte 2021 fast 40 Prozent

Bei der Landtagswahl 2021 erreichte die SPD mit 39,6 Prozent die stärkste Stimmenzahl. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3 Prozent, die Linke auf 9,9 Prozent, die Grünen auf 6,3 Prozent und die FDP auf 5,8 Prozent. Seitdem regiert Schwesig gemeinsam mit den Linken in einer rot-roten Koalition.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 2. und 6. Juli 2026 insgesamt 1167 Wahlberechtigte aus allen Altersgruppen, mit verschiedenen Bildungsabschlüssen und Geschlechtern in Mecklenburg-Vorpommern befragt. Nach Angaben des NDR ist die Befragung repräsentativ.

Wahlumfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden. Abnehmende Parteibindungen, kurzfristige Wahlentscheidungen und weitere Faktoren erschweren die genaue Gewichtung der Daten durch Meinungsforschungsinstitute. Umfragen geben stets nur das Stimmungsbild zum Befragungszeitpunkt wieder und sind keine sicheren Prognosen des Wahlergebnisses. Wie alle Stichprobenerhebungen enthalten sie Fehlertoleranzen.

In einer am 23. Juni veröffentlichten Umfrage des Insa-Instituts im Auftrag des „Nordkurier“ lag die AfD bei 35 Prozent vor der SPD mit 28 Prozent. Die Linke erreichte 11 Prozent, die CDU 10 Prozent. Das BSW kam auf 6 Prozent, die Grünen auf 4 und die FDP auf 3 Prozent. An der Online-Umfrage nahmen vom 11. bis 18. Juni 1000 Personen teil. Die Fehlertoleranz gab das Institut mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an.