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250 Jahre USA: Rechtsextreme „Patriot Front“ demonstriert in Washington

250. Geburtstag der USA: Rechtsextremistische "Patriot Front" marschiert durch Washington

Mit dem Ziel eines „weißen Ethnostaates“ sind Anhänger der rechtsextremen Gruppierung „Patriot Front“ durch die Straßen Washingtons gezogen. Die örtlichen Sicherheitsbehörden beobachten die Entwicklung aufmerksam.

Anlässlich des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeit marschierten Mitglieder der nationalistischen Organisation „Patriot Front“ durch die US-Hauptstadt. In sozialen Netzwerken kursieren Fotos und Videos, die zahlreiche maskierte Demonstranten mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station sowie im Stadtteil Capitol Hill zeigen. Nach Angaben der „Washington Post“ bewegten sich hunderte uniformierte Gruppierungsmitglieder in Richtung Kapitol.

Das Metropolitan Police Department erklärte auf Nachfrage, dass es die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle verfolgt, die unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fallen. Trotz des Rechts auf friedliche Meinungsäußerung setzen sich die Behörden für die Sicherheit der Bewohner und Besucher der Hauptstadt ein. Heute wird in den USA der 250. Unabhängigkeitstag gefeiert.

Die „Patriot Front“ gilt laut der Anti-Diskriminierungsorganisation ADL und dem Southern Poverty Law Center (SPLC) als rechtsextreme und neonazistische Gruppierung. Sie entstand im August 2017 als Abspaltung von „Vanguard America“ nach den rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville, Virginia. Ihr erklärtes Ziel ist die Errichtung eines weißen Ethnostaates. Die Organisation zeichnet sich durch streng organisierte und teilweise unangemeldete Demonstrationen aus.

Das umfangreiche Jubiläumsprogramm zum 250. Geburtstag der USA beinhaltet religiöse Veranstaltungen mit überwiegend konservativen christlichen Rednern sowie Sportevents, darunter Kampfsport-Wettkämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses anlässlich des 80. Geburtstags von Donald Trump. Kritiker werfen den Veranstaltern vor, mit sogenannten „Freedom Trucks“ eine stark religiös geprägte Version der US-Geschichte zu vermitteln und dabei Themen wie Sklaverei und Rassismus zu vernachlässigen. Präsident Trumps Bemühungen, die Hauptstadt vor dem Jubiläum umfassend zu renovieren, stießen auf Schwierigkeiten. So kam es trotz einer 15 Millionen Dollar teuren Sanierung im Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial zu Farbabplatzungen und Algenbefall.