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Verhandlungsführer im Fokus: USA warnten Iran vor israelischen Mordplänen

Verhandlungsführer im Visier: Bericht: USA warnten Iran vor israelischen Attentatsplänen

US-Beamte gingen im Frühjahr davon aus, dass Israel die führenden iranischen Verhandlungsvertreter eliminieren wollte. Diese geplanten Attentate hätten die Verhandlungen über ein Abkommen mit Teheran erheblich erschwert.

Nach indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in Katar verständigten sich beide Parteien auf eine Fortsetzung der Verhandlungen. Ein Abkommen steht jedoch angesichts der jüngsten Spannungen in der Straße von Hormus auf wackeligen Beinen. Laut einem Bericht der „Washington Post“ warnten die USA den Iran ausdrücklich vor israelischen Mordplänen gegen die iranischen Verhandlungsführer, um das Zustandekommen eines Abkommens nicht zu gefährden. Die Zeitung beruft sich dabei auf aktuelle und ehemalige Beamte, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Dem Bericht zufolge planten israelische Stellen, im Frühjahr den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi sowie Bagher Ghalibaf, den Parlamentspräsidenten, zu töten. Ein US-Beamter erklärte gegenüber der „Washington Post“: „Die Eliminierung dieser Personen würde die pragmatischen Kräfte schwächen.“ Laut der „New York Times“ gehörte die gezielte Tötung hochrangiger iranischer Führungspersönlichkeiten von Beginn des Krieges an zur israelischen Strategie. Die US-Regierung zeigte sich während der sensiblen Waffenstillstandsverhandlungen besonders besorgt über diese gezielten Angriffe.

Dieser Umstand verdeutliche die unterschiedlichen Kriegsziele der USA und Israels, so Aaron David Miller, ehemaliger Beamter des US-Außenministeriums, gegenüber der „Washington Post“. Zudem zeige sich die „grundsätzliche Entschlossenheit des israelischen Premierministers, alle von den USA angestrebten Verhandlungen zu sabotieren.“

Als die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begannen, tötete Israel zahlreiche politische und militärische Führungspersönlichkeiten, darunter auch den obersten religiösen Führer Ayatollah Ali Chamenei, während sich das US-Militär auf die Schwächung der iranischen Marine und Raketenfähigkeiten konzentrierte.

Der Iran begann heute mit der öffentlichen Aufbahrung seines getöteten geistlichen Oberhaupts. Kleriker, Regierungsvertreter, ausländische Würdenträger und Trauernde erwiesen dem 37 Jahre lang amtierenden Ayatollah in einer großen Gebetshalle in Teheran die letzte Ehre. Mit einwöchigen Massenprozessionen möchte die Führung nach dem viermonatigen Krieg die Loyalität zur Islamischen Republik demonstrieren.