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Trump-Söhne profitieren von milliardenschweren Rohstoffgeschäften mit Kasachstan

Rohstoffgeschäfte mit Kasachstan: Trump-Söhne profitieren von Milliarden-Deals der US-Regierung

Ein US-amerikanisches Unternehmen erhält Zugang zu einem der weltweit größten noch unerschlossenen Wolframvorkommen. Bereits vor der offiziellen Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Trump-Administration und Kasachstan sichern sich die Söhne von Donald Trump offenbar lukrative Beteiligungen.

Die Nachkommen von US-Präsident Donald Trump sowie Handelsminister Howard Lutnick profitieren offenbar finanziell von einer Vielzahl milliardenschwerer Rohstoffabkommen der US-Regierung. Laut einem Bericht der „New York Times“, der auf Dokumenten amerikanischer Bundesbehörden basiert, stehen beide Familien in finanziellen Verbindungen zu mindestens 14 Firmen, die aktiv mit der Trump-Regierung im Bergbausektor kooperieren.

Diese 14 Unternehmen sollen entweder direkt von staatlichen Finanzierungsangeboten profitiert haben oder aktuell Genehmigungsverfahren beim Handelsministerium unter Leitung von Minister Lutnick durchlaufen. Die Gesamtsumme der von der Trump-Regierung zugesagten oder freigegebenen Bundesmittel für diese Firmen übersteige dabei 8,9 Milliarden US-Dollar, so die Zeitung.

Dem Bericht zufolge griff Präsident Trump persönlich in Geschäfte ein, die seinen Söhnen Vorteile verschafften. So nahm er beispielsweise im September telefonisch an einem Treffen zwischen Handelsminister Lutnick und dem kasachischen Präsidenten in einem Hotel in New York teil. Dabei wurde laut der „New York Times“ eine Vereinbarung getroffen, einem wenig bekannten US-Unternehmen den Zugang zu einem der größten unerschlossenen Wolframvorkommen weltweit zu ermöglichen.

Wolfram gilt als strategisch wichtiger Rohstoff. Die USA benötigen das Metall dringend für die Produktion von Raketensprengköpfen, Kampfflugzeugen, Computerchips und weiteren sicherheitspolitisch relevanten Technologien. Die Trump-Regierung genehmigte dem Bericht zufolge bereits vor der offiziellen Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit Kasachstan vorläufige Förderanträge in Höhe von bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar für das zuvor weitgehend unbekannte Unternehmen Kaz Resources, das den Beginn der Bauarbeiten im ländlichen Kasachstan plant.

Unmittelbar nach dem Treffen mit dem kasachischen Präsidenten begannen die Söhne von Präsident Trump und Handelsminister Lutnick, Geschäftsbeziehungen mit Partnern aufzubauen, die an dem von ihren Vätern arrangierten Geschäft beteiligt sind. Innerhalb weniger Wochen nach den Verhandlungen schlossen sich Investoren der Firma Dominari Securities – mit Sitz im New Yorker Trump Tower und teilweise im Besitz von Donald Trump Jr. und Eric Trump – mit weiteren Partnern zusammen, um einen 20-prozentigen Anteil an einem mit dem Kasachstan-Projekt verbundenen Unternehmen zu erwerben, berichtet die „New York Times“.

Zur selben Zeit unterstützte die Investmentgesellschaft Cantor Fitzgerald einen der führenden Investoren, der gemeinsam mit Dominari Securities am kasachischen Geschäft beteiligt ist, bei der Beschaffung von 210 Millionen US-Dollar neuem Kapital für ein mit dem Deal verbundenes Unternehmen. Cantor Fitzgerald wird laut dem Bericht von der Familie Lutnick kontrolliert und von den Söhnen des Ministers, Brandon und Kyle Lutnick, geleitet. Solche Finanzierungsrunden bringen Cantor Fitzgerald üblicherweise Gebühren in Millionenhöhe ein.

Die Absichtserklärung mit Kasachstan wurde schließlich am 6. November 2025 unterzeichnet – nur sechs Tage nach der Investition der Trump-Söhne und ihrer Partner, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffentlich bekannt war. Die „New York Times“ bezeichnet dies als Fortsetzung eines „Musters der Selbstbereicherung“ in Trumps zweiter Amtszeit, das in der amerikanischen Geschichte seinesgleichen suche.