Warum steht Didier Deschamps gegen Norwegen nicht an der Seitenlinie und wer führt Frankreich im WM-Spiel?
Didier Deschamps wird im letzten Gruppenspiel der Gruppe I gegen Norwegen nicht an der Seitenlinie stehen, da er Anfang dieser Woche den Verlust seiner Mutter zu beklagen hatte.
Am Dienstag veröffentlichte der französische Fußballverband eine Mitteilung, in der erklärt wurde, dass Deschamps nach Frankreich zurückkehren wird, um an der Beerdigung teilzunehmen. Dadurch verpasst er zwei Trainingseinheiten sowie das Spiel am Freitag gegen Norwegen.
In der Erklärung wurde zudem bekanntgegeben, dass der Co-Trainer Guy Stéphan sowohl das Training als auch die Betreuung an der Seitenlinie im Gillette Stadium in Boston bis zur Rückkehr von Deschamps übernehmen wird.
Wer ist Guy Stéphan?
Der 69-jährige Stéphan ist seit 2012 Assistent der französischen Nationalmannschaft, dem Jahr, in dem Deschamps das Amt von seinem früheren Teamkollegen Laurent Blanc übernahm. Die beiden arbeiteten bereits von 2009 bis 2012 gemeinsam in denselben Funktionen bei Olympique Marseille.
Seine aktive Karriere musste Stéphan nach einem Autounfall frühzeitig beenden, woraufhin er mit 30 Jahren ins Trainerfach wechselte. Nach mehreren Jahren in den unteren französischen Ligen und als Co-Trainer bei Lyon übernahm er 1995 für etwas mehr als ein Jahr die erste Mannschaft, bevor er Ende der 1990er Jahre für kurze Zeit Trainer bei Bordeaux, einem weiteren großen französischen Klub, war.
Später war Stéphan Assistent von Roger Lemerre, als Frankreich die Europameisterschaft 2000 gewann. Anschließend betreute er drei Jahre lang die Nationalmannschaft Senegals und führte sie 2004 bis ins Viertelfinale des Afrika-Cups.
Was steht im Spiel bei Frankreich gegen Norwegen?
Frankreich reicht ein Unentschieden gegen Norwegen, um die Gruppe I als Erster abzuschließen. Das würde ein Achtelfinalduell mit Paraguay, Schweden oder dem Drittplatzierten der Gruppe G bedeuten, der später am Freitag feststeht.
Bei einer Niederlage gegen Norwegen trifft Frankreich auf den Zweitplatzierten der Gruppe K, was Kolumbien, Portugal oder der Demokratischen Republik Kongo sein wird.