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Kreml in Alarmbereitschaft: Putin wirft Nato Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor

Schrille Töne aus dem Kreml: Putin wirft Nato Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor

Im Anschluss an die Ankündigung neuer Sanktionen durch die G7 beschuldigt Putin den Westen, einen Krieg gegen Russland anzustreben. Moskaus Außenminister Lawrow bezeichnet Washington zudem nicht länger als „objektiven Vermittler“ und sieht Europa als eine wachsende Bedrohung für den Frieden.

Russland betrachtet die USA nach dem Kurswechsel von Präsident Donald Trump nicht mehr als neutralen Vermittler im Ukraine-Konflikt und wirft der Nato vor, einen militärischen Angriff gegen Russland vorzubereiten. „Im Westen wird nun offen darüber gesprochen, sich auf einen Krieg mit uns vorzubereiten und die Budgets für offensive Militärkapazitäten zu erhöhen“, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin im Kreml vor Absolventen einer Militärakademie.

Zur Legitimation der Aufrüstung greifen Nato- und EU-Staaten laut Putin auf falsche Behauptungen einer angeblichen militärischen Bedrohung durch Russland zurück. Rund 40 Prozent des russischen Staatshaushalts werden dabei in die Bereiche Militär, Rüstung und Sicherheit investiert. Moskau setze sich für ein multipolares internationales System ein, das die militärische Sicherheit aller Staaten garantiert. „Gleichzeitig sind wir bereit, auf alle externen und internen Gefahren schnell und angemessen zu reagieren“, warnte der 73-Jährige.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte in Moskau: „Was die USA betrifft, so scheinen sie mit ihren Handlungen jeden Anspruch auf eine objektive Vermittlerrolle aufzugeben.“ Stattdessen verfolge Washington einen Kurs, der darauf abzielt, „den Sanktionsdruck auf Russland zu erhöhen“. Lawrow kritisierte zudem die militärische Unterstützung der europäischen Verbündeten für Kiew und erklärte, dass Europa dadurch „erneut eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit“ darstelle.

Seit mehr als vier Jahren führt Russland einen großangelegten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die EU- und Nato-Staaten unterstützen Kiew, was ihre eigenen Sicherheitsbedenken gegenüber Russland verstärkt und sie zur Aufrüstung für eine mögliche Verteidigung veranlasst hat.

Beim Gipfel der G7-Staaten in Frankreich vergangene Woche wurde der Druck auf Moskau weiter erhöht und verschärfte Sanktionen beschlossen. Nach monatelangen Verhandlungen über den Iran-Krieg zeigte sich auch Trump bereit, auf diesem Weg eine Beendigung des Ukraine-Konflikts zu fördern. Der US-Präsident kündigte die Wiedereinführung ausgesetzter Öl-Sanktionen gegen Russland an und forderte Moskau zu Friedensverhandlungen auf.

Zudem vereinbarten die G7-Staaten weitere militärische Hilfen für die Ukraine, unter anderem zur Verstärkung der Luftabwehr. Die von den USA vermittelten Friedensgespräche im Ukraine-Krieg stagnieren seit Monaten. Moskau beharrt weiterhin auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Region Donbass abtreten soll, was Kiew entschieden ablehnt.