Haaland strebt weiteren historischen Schritt an, während Norwegen dem WM-Achtelfinale näherkommt
Erling Haaland hat bereits fast alles gewonnen. Meistertitel, nationale Pokale, die Champions League und Goldene Schuhe füllen schon seine Trophäensammlung. Auf Klubebene hat sich der Stürmer von Manchester City eine beeindruckende Karriere aufgebaut. Jetzt, da Norwegen nach 28 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei ist, jagt er Erfolge auf einer ganz neuen Bühne.
Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada begann für die Skandinavier perfekt. Haaland meldete sich mit seinem typischen Doppelpack beim 4:1-Sieg gegen den Irak zurück und zeigte damit die gnadenlose Abschlussstärke, die seine Karriere prägt.
Der 25-Jährige erhält nun eine weitere Chance, sein Land anzuführen, wenn Norwegen im zweiten Gruppenspiel auf Senegal trifft. Ein Sieg würde die Norweger mit einem Fuß fest in der K.o.-Runde verankern und sie ihrem besten WM-Ergebnis näherbringen – sie hatten zuvor nur 1938 und 1998 die Finalrunde erreicht.
Für ein Land mit etwas mehr als fünf Millionen Einwohnern wächst der Traum mit jedem Spiel. Norwegens Rückkehr zum größten Fußballturnier der Welt entfacht die nationale Begeisterung neu, und selbst ein Unentschieden gegen Senegal würde Solbakkens Team eine starke Ausgangsposition für das Weiterkommen verschaffen.
Haaland muss die Last nicht alleine tragen. Martin Ødegaard und Alexander Sørloth, beiden La-Liga-Fans wohlbekannt, werden voraussichtlich eine wichtige Rolle im Team einnehmen. Ihre Erfahrung und Offensivqualität verleihen Norwegen eine Ausgewogenheit, die in früheren Qualifikationsphasen oft gefehlt hat.
Die Situation erhöht auch den Druck auf Senegal. Die Löwen von Teranga benötigen nach der Auftaktniederlage gegen Frankreich dringend einen Sieg. Diese Dringlichkeit könnte Norwegen und Haaland Chancen eröffnen, dessen Fähigkeit, Räume zu nutzen und Fehler der Abwehr zu bestrafen, ihn zu einem der gefürchtetsten Stürmer des Turniers macht.
Mit dem Schwung auf ihrer Seite und der Qualifikation in Reichweite geht Norwegen optimistisch in das Duell und hofft, dass die lange WM-Abstinenz in eine denkwürdige Turnierphase mündet.