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Iran stellt klar: Raketenprogramm wird nicht mit den USA verhandelt

"Zum Abfeuern da": Iran: Raketenprogramm wird nicht mit USA verhandelt

Obwohl das Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA unterzeichnet wurde, ist die konkrete Umsetzung weiterhin äußerst ungewiss. Der Iran unterstreicht, dass seine Verteidigungsfähigkeiten nicht zur Verhandlung stehen. Gleichzeitig bleibt unklar, wie viele Langstreckenraketen der Führung in Teheran tatsächlich zur Verfügung stehen.

Nach Angaben der iranischen Regierung soll das Raketenprogramm nicht Teil der geplanten Gespräche mit den USA über eine langfristige Friedensvereinbarung sein. „Unsere Raketen mögen es überhaupt nicht, wenn jemand über sie verhandelt“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, im staatlichen Fernsehen. „Die iranischen Raketen sind zum Einsatz bestimmt, nicht für Verhandlungen.“ Zudem betonte Bakaei, dass die Verteidigungsfähigkeiten Irans „weder in irgendeinem Prozess noch mit irgendeiner Partei diskutiert werden“.

Im Rahmenabkommen, das mittlerweile von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian unterzeichnet wurde, wird das Raketenprogramm des Iran nicht erwähnt. Stattdessen steht ausdrücklich das iranische Atomprogramm im Fokus. Dieses Thema soll innerhalb einer vorgesehenen 60-tägigen Verhandlungsphase zwischen Washington und Teheran behandelt werden, um eine dauerhafte Friedenslösung zu erreichen.

Seit Jahren äußern die USA und Israel große Sorge nicht nur über das Atomprogramm, sondern auch über das Raketenprogramm des Iran. Vor Beginn der aktuellen Auseinandersetzungen verfügte der Iran über das größte Arsenal ballistischer Raketen im Nahen Osten, dessen Bestand auf 2500 bis 6000 Raketen verschiedener Typen geschätzt wird. Einige dieser Raketen besitzen eine Reichweite von bis zu 2000 Kilometern und können damit Israel erreichen. Zudem produziert das Land in großem Umfang Langstreckendrohnen, insbesondere den Typ Schahed, der auch von Russland im Ukraine-Konflikt eingesetzt wird.

Mehr als 1500 Raketen abgewehrt

Ungefähr einen Monat nach Beginn der Angriffe berichteten US-Quellen, dass ein Drittel des Raketenarsenals zerstört und ein weiteres Drittel beschädigt oder unterirdisch gesichert worden sei. US-Admiral Brad Cooper erklärte am 14. Mai vor dem Kongress, dass die iranischen Fähigkeiten zur Herstellung von Raketen und Drohnen um Jahre zurückgeworfen worden seien.

Demnach konnten die USA und ihre Verbündeten während des Konflikts mehr als 1500 Raketen und 6000 Drohnen abfangen. Wie viele Raketen dem Iran aktuell noch zur Verfügung stehen, bleibt jedoch unklar, und das Land ist weiterhin in der Lage, Angriffe in der Region durchzuführen. Am 6. Juni feuerte der Iran Raketen auf Kuwait und Bahrain ab, gefolgt von einem Angriff auf Israel am 7. Juni. Nach Angaben der betroffenen Staaten entstanden dabei keine größeren Schäden.