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Waffenstillstand im Libanon gefordert: Iran zweifelt an Gesprächen mit den USA

Waffenruhe im Libanon gefordert: Iran stellt Verhandlungen mit den USA infrage

Die von US-Präsident Trump angekündigte Vereinbarung mit dem Iran gerät ins Wanken. Nach israelischen Luftangriffen im Libanon äußert Teheran öffentlich Zweifel an den Verhandlungen mit Washington. Zudem warnen die Revolutionsgarden Israel vor Vergeltungsmaßnahmen.

Nach Angriffen israelischer Streitkräfte auf Vororte von Beirut stellt der Iran die Einigung mit den USA zur Beendigung des Konflikts in Frage. „Wenn weder Wille noch Fähigkeit bestehen, den Verpflichtungen nachzukommen, ist eine Fortsetzung des diplomatischen Weges nicht möglich“, schrieb Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Solchen Angriffen zuzustimmen, könne keine diplomatischen Zugeständnisse erzwingen.

Das israelische Außenministerium warf dem Iran in Reaktion auf Ghalibafs Beitrag auf X Lügen vor. „Es sind Irans Stellvertreter, die Hisbollah, die Israel heute Morgen völlig unbegründet angegriffen hat“, hieß es in einem Beitrag des Ministeriums auf X. Die Hisbollah feuere fortlaufend auf israelische Zivilisten. Israel werde Angriffe auf sein Staatsgebiet nicht hinnehmen.

Zuvor hatte die israelische Armee Luftangriffe auf die südlichen Vororte Beiruts durchgeführt, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah gelten. Dies sei eine Reaktion auf Drohnenangriffe vom Libanon aus auf israelisches Gebiet, so die Armee. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten daraufhin Israel mit Vergeltungsschlägen. „Es besteht kein Zweifel, dass diese Verbrechen nicht unbeantwortet bleiben werden“, erklärte ein IRGC-Sprecher im iranischen Staatsfernsehen Irib. Die Militärführung in Tel Aviv kündigte an, sich auf mögliche Angriffe auf israelisches Gebiet in den nächsten Stunden vorzubereiten.

Die zentrale Voraussetzung des Iran für eine Einigung mit den USA ist die Einstellung aller militärischen Operationen an sämtlichen Fronten, auch im Libanon. Teheran betont mehrfach, dass ohne die Umsetzung dieser Forderung keine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses möglich sei. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag die Unterzeichnung eines Abkommens mit dem Iran für heute angekündigt. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai schloss jedoch eine heutige Unterzeichnung aus.