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US-Militär zerstört iranische Drohnen über Straße von Hormus – Deal kurz vor Abschluss?

Kurz vor fast fertigem Deal?: US-Militär schießt iranische Drohnen über Hormus ab

Obwohl sich USA und Iran einem fast unterschriftsreifen Abkommen nähern, setzen die Angriffe weiterhin fort. Laut US-Militär wurden iranische Drohnen abgeschossen, die Handelsschiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus bedrohten. Präsident Trump appelliert an Teheran, vernünftig zu handeln.

Die US-Streitkräfte gaben an, mehrere iranische Drohnen abgefangen und zerstört zu haben, die Schiffe in der Straße von Hormus attackieren wollten. Das zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte auf der Plattform X, der Iran habe die Drohnen gezielt eingesetzt, um „Handelsschiffe auf ihrem Weg durch die Straße von Hormus anzugreifen“. Alle Drohnen seien vernichtet worden, die Meerenge bleibe weiterhin für die Schifffahrt passierbar.

Die Straße von Hormus verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf und ist besonders wichtig für den Transport von Öl und Flüssiggas. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und Israel Ende Februar hat der Iran die Meerenge weitgehend blockiert. Im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade gegen iranische Häfen. In der Region kommt es immer wieder zu Angriffen auf Schiffe. Teheran kündigte zuletzt die vollständige Sperrung der Meerenge an, was von den US-Streitkräften jedoch bestritten wird.

In den letzten Tagen kam es trotz der seit Anfang April geltenden Waffenruhe und laufender Friedensverhandlungen zu heftigen Gegenschlägen. US-Kräfte griffen Ziele im Iran an, während Teheran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait reagierte.

US-Präsident Donald Trump forderte, dass Teheran „sofort zur Vernunft kommen“ müsse, und warnte Iran davor, weitere Drohnen gegen Handelsschiffe einzusetzen. Er betonte zudem, dass das US-Militär mehrere Tanker sicher durch die Meerenge begleitet habe. Dennoch ist die derzeitige Schiffsdurchfahrt weit entfernt von den hohen Verkehrsaufkommen vor dem Iran-Konflikt: Anfang des Jahres passierten Berichten zufolge täglich etwa 130 Schiffe die Meerenge ungehindert.

Änderungen bei der Verwaltung der Meerenge geplant

Am Freitagabend zeigte sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi optimistisch, dass ein Friedensvertrag mit den USA bald zustande kommt. Im iranischen Staatsfernsehen erklärte er: „Sobald die letzten Verhandlungsphasen abgeschlossen sind, wird das Abkommen unterzeichnet und veröffentlicht.“

Araghtschi kündigte an, dass die Unterzeichnung zunächst digital erfolgen werde. „Jede Partei wird remote unterschreiben, danach wird offiziell bekanntgegeben, dass beide Seiten das Abkommen unterzeichnet haben“, so der Außenminister. „Das könnte in den nächsten Tagen geschehen.“ Er zeigte sich „sehr zuversichtlich“.

Ein aktueller Vertragsentwurf zwischen Teheran und Washington sieht vor, die US-Blockade gegen iranische Häfen aufzuheben, erklärte Araghtschi. „Die Seeblockade muss vollständig beendet werden“, betonte er. „Das ist der erste Punkt im Abkommen.“ Außerdem werde die strategisch bedeutende Straße von Hormus behandelt. „Der Iran hat sich entschieden, die Verwaltung der Straße von Hormus künftig anders zu gestalten als bisher“, erklärte er. In diesem Zusammenhang finden weiterhin Gespräche mit Oman statt.