Wie viel verdient ein haitianischer Spieler bei der WM 2026? So bezahlt eines der ärmsten Nationalteams seine Stars
Haiti gilt als das ärmste Land der Karibik, in dem etwa 60 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Trotz dieser Herausforderungen – und obwohl die Mannschaft ihre WM-Qualifikationsspiele nicht im eigenen Land austragen konnte – hat das Nationalteam Geschichte geschrieben und sich für die FIFA Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert.
Die Karibiknation wurde in Gruppe C gelost, zusammen mit dem Turnierfavoriten Brasilien, dem weiteren Anwärter Marokko und Schottland. Haiti geht als Außenseiter ins Rennen, trägt aber die Hoffnungen einer Nation, die nach einem Grund sucht, auf der weltweiten Bühne zu feiern.
Als Anerkennung für den Erfolg hat die haitianische Regierung der Fédération Haïtienne de Football (FHF) 4 Millionen US-Dollar zugesprochen. Die Hälfte – 2 Millionen US-Dollar – ist als Prämie für die WM-Qualifikation vorgesehen, die restlichen 2 Millionen sollen die Vorbereitungen auf das Turnier 2026 unterstützen.
Würde der Bonus unter den ursprünglich 23 von den haitianischen Offiziellen benannten Spielern aufgeteilt, ergäbe sich ein Betrag von circa 86.956 US-Dollar pro Spieler. Diese finanzielle Anerkennung unterstreicht die Bedeutung der Qualifikation, die viele in Haiti als einen der größten Momente der haitianischen Fußballgeschichte ansehen.
„Das Land übergibt seinem Team nicht einfach einen Scheck“, erklärte FHF-Präsidentin Monique André. „Es ist eine Botschaft des Vertrauens, der Solidarität, der Hoffnung und vor allem ein Symbol für eine Nation, die ihre Kinder kennt und weiterhin an sich glaubt.“
Haiti will die Welt überraschen
Nun will Haiti beweisen, dass die WM-Qualifikation kein Zufall war. Die Mannschaft trifft in einer schweren Gruppe an, doch die jüngsten Leistungen stärken das Selbstvertrauen, besonders nach dem überzeugenden Sieg gegen den ebenfalls qualifizierten Neuseeland.
Von den 26 nominierten Spielern wurden 16 außerhalb Haitis geboren, sind aber aufgrund ihrer familiären Wurzeln berechtigt, das Land zu vertreten. Diese Mischung aus internationaler Erfahrung und nationalem Stolz ist eines der prägenden Merkmale dieses haitianischen Teams.
Vor dem Auftaktspiel gegen Schottland war ein letztes Freundschaftsspiel gegen Peru geplant.
„Es liegt in unserer Verantwortung als Führungskräfte, die Hoffnung lebendig zu halten und ein Vorbild für die Zukunft des Landes zu sein“, sagte Premierminister Alix Didier Fils-Aimé. „Deshalb unterstützen wir weiterhin eine der größten Stolzquellen Haitis: den haitianischen Fußball.“