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USA übernehmen Kommando: Nato setzt mit Ostsee-Übung ein Signal an Russland

USA übernehmen Führung: Nato will mit Ostsee-Übung Zeichen in Richtung Russland senden

Trotz wiederholter kritischer Äußerungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber der Nato übernehmen die Vereinigten Staaten die Leitung einer bedeutenden Übung in der Ostsee. Ziel ist die Abschreckung Russlands, wobei die Übung kleiner ausfällt als im Vorjahr.

In dieser Woche starten die USA und ihre Nato-Partner ein verkleinertes Marinemanöver in der Ostsee. Die vom 4. bis 20. Juni stattfindende Übung „Baltops“ – kurz für Baltic Operations – umfasst laut dem deutschen Konteradmiral Stephan Haisch etwa 20 Schiffe aus 15 Nationen mit rund 6000 Soldaten. Dies entspricht ungefähr der Hälfte des Umfangs vom Vorjahr, da westliche Marinen derzeit zusätzlich in anderen Regionen wie dem Nahen Osten und der Arktis engagiert sind.

Dennoch sendet die von den USA geführte Übung ein deutliches Signal der Stärke und Einheit gegenüber Russland, betonte Haisch. „Gerade in dieser Zeit ist es ein wichtiges Zeichen, dass ein großes Manöver unter amerikanischer Führung mit starker Nato-Beteiligung durchgeführt wird – als Symbol für den Zusammenhalt und die Kraft der Allianz.“

Obwohl US-Präsident Trump zuletzt die Nato kritisierte, ist das Manöver die größte Marineübung in der Ostsee in diesem Jahr. Die USA stellen das Flaggschiff „Mount Whitney“. Geübt wird unter anderem der Schutz offener Seewege rund um die schwedische Insel Gotland, die im Krisenfall für die Versorgung der baltischen Staaten eine zentrale Rolle spielt.

Die Übung wird vom multinationalen Marinehauptquartier für die Ostsee geleitet, das 2024 in Rostock eingerichtet wurde und von Haisch geführt wird. In Bezug auf mögliche Provokationen aus Moskau zeigte sich der Admiral entspannt: Er erwartet, dass Russland bei eventuellen Tests unterhalb der Schwelle des Nato-Bündnisfalls gemäß Artikel 5 bleiben wird.