Audimax » Politik » US-Armee startet Luftangriffe: Wiederholter Tankerbeschuss in der Straße von Hormus

US-Armee startet Luftangriffe: Wiederholter Tankerbeschuss in der Straße von Hormus

US-Armee fliegt Luftangriffe: Erneuter Tanker-Beschuss in der Straße von Hormus

In der Straße von Hormus wurde erneut ein Tanker Ziel eines Angriffs. Der Iran besteht darauf, dass Schiffe eine von Teheran definierte Route befahren. Gleichzeitig führt die US-Armee erneute Luftangriffe auf Ziele innerhalb der Islamischen Republik durch.

Nach Angaben der britischen Sicherheitsbehörde für die Schifffahrt (UKMTO) wurde ein Tanker in der Nacht vor der Küste Omans von einem „unbekannten Projektil“ getroffen. Der Vorfall ereignete sich demnach etwa acht Seemeilen (rund 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah.

Bereits am Vortag war vor der omanischen Küste ein Schiff attackiert und in Brand gesetzt worden. Der Iran fordert, dass Schiffe eine Route entlang seiner Küste nehmen. Die von Teheran vorgegebene Passage durch die Straße von Hormus gilt als die einzige sichere. Dieser Konflikt um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger bedeutende Meerenge sowie die Regelung der Durchfahrt gilt als Hauptursache für die jüngste Eskalation des Kriegs zwischen den USA und dem Iran.

Iranischer Angriff auf Kuwait

Auch in der zehnten Nacht in Folge führt das US-Militär Angriffe auf iranische Ziele durch. Das Ziel sei, „die militärischen Kapazitäten des Iran, die für Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus verwendet werden, weiter zu reduzieren“, erklärte das US-Regionalkommando Centcom. Lokale Medien berichteten von Explosionen in verschiedenen Teilen der Islamischen Republik. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim registrierte Detonationen in Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan sowie in der Hafenstadt Tschahbahar am Golf von Oman. Der regierungsnahe Sender Press TV meldete zudem US-Angriffe im Raum Schiras im zentralen Süden Irans. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete von mehreren Explosionen auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Großstadt Bandar Abbas.

Die iranische Armee gab am Dienstagmorgen bekannt, einen US-Stützpunkt in Kuwait angegriffen zu haben. „Die Bodentruppen der Armee haben mit Boden-Boden-Raketen die auf dem Stützpunkt Arifjan in Kuwait stationierten Himars-Raketensysteme der US-Terrorarmee ins Visier genommen“, hieß es in der Meldung der Armee.

Am Samstag hatte Teheran die im Juni mit Washington vereinbarte Rahmenvereinbarung für hinfällig erklärt, die ein endgültiges Friedensabkommen innerhalb von 60 Tagen ermöglichen sollte. Am Montag erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian, sein Land befinde sich in einem „vollumfänglichen Krieg“ mit den USA.