US-Angriffe im Iran: Trump nennt sie ‚Denkzettel‘ und warnt vor weiteren Aktionen
Die Antwort Irans auf den US-Vorschlag für einen Friedensvertrag lässt weiterhin auf sich warten. Währenddessen kommt es in der Straße von Hormus zu erneuten Gefechten zwischen beiden Seiten. US-Präsident Trump kündigt an, auch künftig entschlossen vorzugehen.
Nach den jüngsten US-Angriffen auf iranische Ziele fordert Präsident Donald Trump die Islamische Republik erneut auf, rasch einem Friedensabkommen zuzustimmen. Andernfalls werde das US-Militär iranische Kräfte in Zukunft noch härter und gewaltsamer treffen, schrieb er auf Truth Social. Er bezeichnete die iranische Führung als „WAHNSINNIG“ und warnte, dass sie bei Gelegenheit eine Atomwaffe einsetzen würden – eine Chance, die sie jedoch niemals erhalten würden.
Zuvor hatten die USA nach eigenen Angaben militärische Ziele im Iran bombardiert, als Reaktion auf iranische Angriffe in der Straße von Hormus. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig für die Eskalation. Trump berichtete, drei US-Zerstörer hätten die Meerenge trotz der Angriffe erfolgreich passiert und blieben unversehrt, während die iranischen Angreifer schwere Verluste erlitten hätten. Ihre Boote seien gesunken, Raketen und Drohnen abgeschossen worden, so Trump weiter. „Sie stürzten so anmutig ins Meer, als fiele ein Schmetterling ins Grab!“
Waffenruhe bleibt nach US-Angaben bestehen
Trump betonte, die jüngsten Gefechte seien keine Verletzung der Waffenruhe. Auf eine Frage von Journalisten in Washington, ob die Feuerpause trotz der Angriffe noch gelte, antwortete er mit „Ja“. Die iranischen Angriffe auf US-Zerstörer in der Straße von Hormus bezeichnete er als „Bagatelle“. Die US-Vergeltungsschläge nannte der Präsident einen „kleinen Denkzettel“. Die Verhandlungen mit dem Iran würden fortgesetzt.
Nach Angaben der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur „Mehr“ wurde in Teheran die Luftabwehr aktiviert. Mittlerweile habe sich die Lage auf den iranischen Inseln und in den Küstenstädten entlang der Straße von Hormus jedoch wieder beruhigt, berichtete der staatliche Sender Press TV.
Die erneut aufflammenden Angriffe ereignen sich in einer kritischen Phase: Washington erwartet eine Antwort Teherans auf einen US-Vorschlag zur offiziellen Beendigung des Krieges. Der Plan sieht eine Einstellung der Kämpfe vor, lässt jedoch die größten Streitpunkte für spätere Verhandlungen offen. Dazu zählen die US-Forderungen nach einem Stopp des iranischen Atomprogramms sowie der Wiederöffnung der Straße von Hormus.
„Unsere Priorität ist, dass sie ein dauerhaftes Ende des Krieges verkünden. Die übrigen Fragen können geklärt werden, sobald direkte Gespräche wieder aufgenommen werden“, erklärte ein hochrangiger pakistanischer Regierungsvertreter, der an der Vermittlung beteiligt ist, gegenüber Reuters. Anstelle eines umfassenden Abkommens arbeiten beide Seiten an einer Übergangsregelung, um einen erneuten offenen Krieg zu verhindern und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten.