Ukraine-Krieg: Russische Drohne trifft chinesischen Frachter im Schwarzen Meer
Russland führt intensive Drohnenangriffe gegen die Ukraine durch. Dabei wurde nun ein chinesisches Frachtschiff unter Beschuss genommen. Dieser Vorfall ereignete sich unmittelbar vor einem bedeutenden Treffen zwischen Kreml-Chef Wladimir Putin und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping.
Nach Angaben eines Insiders wurde eine russische Drohne vor der Schwarzmeerküste der Ukraine auf das chinesische Frachtschiff KSL Deyang gelenkt, das unter der Flagge der Marshallinseln fährt. Der Insider berichtete, dass es bei dem Angriff keine Verletzten gab und das Schiff nur geringfügige Schäden davontrug.
Die Besatzung konnte das durch den Einschlag verursachte Feuer eigenständig löschen. Zum Zeitpunkt des Angriffs war das Schiff ohne Ladung unterwegs. Es befand sich auf dem Weg zum ukrainischen Hafen Piwdenne in der Region Odessa, um dort Eisenerzkonzentrat zu laden, so die Quelle weiter.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu dem Vorfall: „Drohnen griffen Odessa an (…) und eine Drohne traf ein Schiff, das China gehört“, erklärte er in Online-Medien. „Den Russen konnte nicht entgangen sein, welches Schiff sich auf See befand“, fügte Selenskyj hinzu, nachdem Russland die Ukraine erneut in der Nacht mit intensiven Drohnen- und Raketenangriffen überzogen hatte.
Drohnenangriff kurz vor Putins Besuch in China
Russlands Präsident Wladimir Putin reist an diesem Dienstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach China. Bei den Gesprächen mit Staatschef Xi Jinping soll die „umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit“ zwischen Moskau und Peking weiter vertieft werden. Putins Besuch findet nur wenige Tage nach dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump statt.
China ruft immer wieder zu Verhandlungen über ein Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine auf, hat Russland jedoch nie für die im Februar 2022 gestartete Offensive im Nachbarstaat verurteilt und präsentiert sich als neutrale Partei. Peking sieht in Moskau einen wichtigen Partner bei der Gestaltung einer neuen multipolaren Weltordnung.