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SPD in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt Schwesig als Spitzenkandidatin beim Parteitag in Wismar

Parteitag in Wismar: SPD in Mecklenburg-Vorpommern setzt erneut auf Schwesig

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird ihre Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern anführen. Auf dem Parteitag in Wismar erhielt sie eine überwältigende Mehrheit als Spitzenkandidatin.

Rund drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD ihre Landesliste finalisiert und ein Wahlprogramm beschlossen. Bei der Landesvertreterversammlung in Wismar wurde Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 98,9 Prozent der Stimmen erneut auf den ersten Listenplatz gewählt und somit zur Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten bestimmt.

Die 52-jährige Finanzwirtin übernahm 2017 die Führung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Von 2008 bis 2011 war sie Sozialministerin des Bundeslandes, anschließend war sie sechs Jahre lang als Bundesarbeits- und Familienministerin tätig.

Schwesig betrachtet den bevorstehenden Wahlkampf vor allem als eine Auseinandersetzung zwischen der SPD und der AfD. Sie hofft, durch ihren Amtsbonus eine Regierungsmehrheit der AfD verhindern zu können. Bei der Landtagswahl 2021 erzielte die SPD unter ihrer Führung rund 39 Prozent der Stimmen, obwohl dieses Ergebnis ein halbes Jahr zuvor noch in weiter Ferne lag.

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September statt. Eine Umfrage aus dem Mai sieht die AfD mit 36 Prozent an der Spitze, gefolgt von der SPD mit 26 Prozent und ihrem derzeitigen Koalitionspartner, der Linken, mit 13 Prozent. Die CDU liegt bei zehn Prozent. Das BSW könnte mit fünf Prozent erstmals den Einzug in den Landtag schaffen. Die Grünen würden mit vier Prozent den Wiedereinzug verpassen, ebenso wie die FDP mit zwei Prozent.

Für den Fall einer Parlamentsmehrheit der AfD soll Bundestagsabgeordneter Leif-Erik Holm Ministerpräsident werden. Holm kandidiert ohne Listenplatz nur als Direktkandidat im Schweriner Wahlkreis, in dem auch Schwesig antritt.

Die Linke geht mit Bildungsministerin Simone Oldenburg als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf, bei der CDU führt Landeschef Daniel Peters die Liste an. Zudem sollen Peter Schabbel (BSW), Claudia Müller (Grüne) und Jakob Schirmer (FDP) als Spitzenkandidaten ihrer Landeslisten den Einzug ihrer Parteien in den Landtag sichern.