Kosten des „Golden Dome“ könnten drastisch steigen: Trumps Raketenschild vor enormer Finanzbelastung
Seit Beginn seiner Amtszeit preist der US-Präsident ein Raketenschild an, das das Land vor feindlichen Angriffen schützen soll. Allerdings dürften die tatsächlichen Kosten für das Vorhaben die Schätzungen des Republikaners deutlich übertreffen.
Das von Donald Trump initiierte Raketenabwehrsystem „Golden Dome“ wird laut dem unabhängigen Haushaltsbüro des US-Kongresses (CBO) in den nächsten zwei Jahrzehnten voraussichtlich rund 1,2 Billionen US-Dollar verschlingen. Damit liegen die Ausgaben für Entwicklung, Errichtung und Betrieb weit über den bisher vom Pentagon-Direktor geschätzten 185 Milliarden US-Dollar, wie die Behörde mitteilte.
Die Beschaffungskosten allein werden vom CBO auf etwas über eine Billion Dollar taxiert. Rund 70 Prozent dieser Summe entfallen auf den geplanten weltraumgestützten Teil, der ein Netz von etwa 7800 Satelliten umfassen soll.
Das „Golden Dome“-Programm beinhaltet neben dem Ausbau bodengestützter Abwehrsysteme, Sensoren und Kommandozentralen auch den Einsatz satellitengestützter Waffen. Diese sollen Bedrohungen aus dem Orbit erkennen, verfolgen und bei Bedarf neutralisieren. Ziel ist es, die gesamten USA einschließlich Alaska und Hawaii abzudecken und Angriffe regionaler Gegner wie Nordkorea vollständig abzuwehren.
Das CBO wies jedoch darauf hin, dass der Schutzschild bei einem großflächigen Angriff durch Russland oder China an seine Grenzen stoßen könnte. Das am 27. Januar 2025 unterzeichnete Präsidialdekret zur Einrichtung von „Golden Dome“ sieht einen ambitionierten Zeitplan vor: Bis 2028 soll ein umfassendes Raketenabwehrsystem auf US-Gebiet einsatzbereit sein.
Trump hatte im Januar des Vorjahres die Entwicklung des „Golden Dome“ angeordnet. Kurz nach seinem Amtsantritt unterzeichnete er eine entsprechende Executive Order. Der Name „Golden Dome“ orientiert sich am israelischen „Iron Dome“-System, das zur Abwehr von Kurzstreckenraketen sowie Mörser- und Artilleriegeschossen dient.