Israel bereitet sich auf Krieg vor: Trump warnt: „Die Uhr tickt für den Iran“
Israel zeigt sich zunehmend frustriert über das Scheitern der Verhandlungen und rüstet sich für eine mögliche Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran. Laut Berichten israelischer Medien wartet man auf eine Entscheidung von US-Präsident Trump. Wenige Stunden später meldete sich der Präsident in Großbuchstaben zu Wort.
US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran erneut mit Vernichtung – kurz nachdem Medien über Israels Pläne für eine erneute Kriegshandlung berichtet hatten. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Für den Iran läuft die Zeit, sie sollten sich SCHNELL bewegen, sonst bleibt von ihnen nichts übrig.“ Zudem warnte er: „DIE ZEIT DRÄNGT!“
Das Nachrichtenportal „Axios“ zitierte Trump aus einem Telefoninterview mit den Worten, der Iran werde „viel härter“ getroffen, falls die Führung des Landes keinen besseren Vorschlag für ein Ende des Krieges unterbreite. „Wir wollen ein Abkommen erreichen. Sie sind noch nicht dort, wo wir sie haben wollen. Sie müssen dorthin gelangen, sonst droht ihnen ein harter Schlag – und das wollen sie nicht“, so Trump.
Dem Bericht zufolge erklärten ungenannte US-Beamte, militärische Optionen seien wieder im Gespräch. Hintergrund ist die Ablehnung amerikanischer Forderungen durch Teheran sowie die Weigerung des Iran, bei seinem umstrittenen Atomprogramm wesentliche Zugeständnisse zu machen.
Es wird erwartet, dass Trump am Dienstag mit seinem nationalen Sicherheitsteam im „Situation Room“ – dem streng bewachten Lagezentrum der US-Regierung in Washington – zusammenkommt, um mögliche militärische Maßnahmen zu besprechen, berichtete „Axios“ unter Berufung auf zwei US-Beamte.
Bereits am Samstag habe Trump sich laut dem Portal mit Mitgliedern seines nationalen Sicherheitsteams in seinem Golfclub im US-Bundesstaat Virginia getroffen.
Zuvor war berichtet worden, dass Israel angesichts stockender diplomatischer Bemühungen mit einer möglichen Wiederaufnahme der Angriffe im Iran rechne. Laut israelischen Medien führten Trump und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein etwa halbstündiges Telefonat zur Lage im Iran. Netanjahu erklärte bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem: „Unsere Aufmerksamkeit für den Iran ist maximal. Es gibt viele Optionen, und wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.“
Die israelische Armee befindet sich auf höchster Alarmstufe, da eine Wiederaufnahme der Angriffe im Iran als möglich gilt, berichtete die Zeitung „Jediot Achronot“ unter Berufung auf Regierungsvertreter. Israel warte auf eine Entscheidung Trumps, hieß es.
Unterdessen brach bei einem Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Feuer aus. Ein Stromgenerator der Anlage westlich von Abu Dhabi geriet in Brand, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Die Sicherheit der Anlage sei nicht gefährdet, der Betrieb laufe normal, und es habe keine Verletzten gegeben.
Der Verdacht fiel schnell auf den Iran, der die Emirate seit Beginn des Nahost-Konflikts mehrfach mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern attackiert hat. Seit Ende Februar meldeten die Emirate fast 3000 iranische Angriffe.
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, äußerte sich besorgt über den Vorfall: „Militärische Aktionen, die die nukleare Sicherheit gefährden, sind inakzeptabel.“ Die Emirate hätten die IAEA jedoch informiert, dass die Strahlenwerte im normalen Bereich lägen.