Explosionen nahe Hafenstadt: US-Streitkräfte führen erneuten Angriff im Iran durch
US-Präsident Trump äußert sich unzufrieden über die laufenden Gespräche mit Teheran. Nach Berichten hat das US-Militär erneut Ziele im südlichen Iran angegriffen. Gleichzeitig reagiert das iranische Regime mit Drohnenangriffen.
Obwohl eine Waffenruhe besteht und Verhandlungen für ein Kriegsende laufen, haben die USA laut mehreren Medienquellen wieder Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt. Die Angriffe richteten sich gegen eine Einrichtung, die eine Gefahr für US-Truppen und den kommerziellen Schiffsverkehr darstellte, berichteten CNN und CBS News unter Berufung auf eine offizielle Quelle. Weitere Details zum Ausmaß der Angriffe wurden nicht veröffentlicht.
Wie CNN ergänzend mitteilte, hat das US-Militär zudem Drohnen abgefangen, die aus dem Iran gestartet wurden. CBS News zitierte einen US-Beamten, der betonte, dass die seit Anfang April geltende Waffenruhe im Iran-Konflikt weiterhin Bestand habe. Dennoch hatten sich vor wenigen Tagen entlang der Straße von Hormus bereits gegenseitige Angriffe zwischen den Kriegsparteien ereignet.
Kurz vor den Berichten aus den USA wurden im Süden Irans Explosionen registriert. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus wurden in der Nacht laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars auf Telegram drei Detonationen gemeldet. Die Luftabwehr wurde aktiviert. Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und zählt zu den wichtigsten militärischen Stützpunkten Irans im Golfgebiet und an der Straße von Hormus.
Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump sind die Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende mit dem Iran noch nicht zufriedenstellend verlaufen. In einer Kabinettssitzung im Weißen Haus erklärte der Republikaner, der Iran sei entschlossen, ein Abkommen abzuschließen: „Sie wollen unbedingt eine Vereinbarung erzielen.“ Die US-Regierung sei jedoch noch nicht „zufrieden“. Trump wiederholte seine Drohung, entweder werde ein Deal abgeschlossen oder der Kampf werde fortgesetzt – er sprach davon, dann „die Sache zu Ende zu bringen“.
Ob es zu einem Rahmenvertrag zwischen den USA und dem Iran kommt, bleibt somit ungewiss. Am Wochenende hatte Trump Hoffnungen auf eine rasche Einigung geweckt, diese jedoch später relativiert, indem er erklärte, beide Seiten müssten sich die erforderliche Zeit nehmen. Die USA hatten am 28. Februar gemeinsam mit Israel den Krieg gegen den Iran begonnen. Eine zentrale Forderung der USA ist, dass der Iran niemals im Besitz von Atomwaffen sein darf.