76ers verpflichten Cavaliers-GM als neuen Leiter der Geschäftsführung
Die Ära von Daryl Morey in Philadelphia ist vorbei. Nun beginnt die Zeit von Mike Gansey.
Nach dem Aus in der zweiten Playoff-Runde haben die Philadelphia 76ers den General Manager eines Teams verpflichtet, das in den Eastern Conference Finals ausgeschieden ist, um Morey zu ersetzen. Der ehemalige GM der Cleveland Cavaliers übernimmt nun eine schwierige Situation in Philly, geprägt von Sparsamkeit und Luxusausgaben zugleich.
Philadelphia 76ers verändern ihre Führungsetage
Morey verlor seinen Posten, obwohl die 76ers die Boston Celtics in der ersten Playoff-Runde überraschend besiegt hatten – hauptsächlich wegen zweier großer Verträge für Paul George und Joel Embiid. Zudem versuchte er stets, die Sixers unter der Luxussteuergrenze zu halten, was entweder eine Vorgabe der Eigentümer war oder eine Strategie, die Morey bereits aus seiner Zeit bei den Houston Rockets kannte.
Der scheidende Teampräsident geriet zudem in Vertragsstreitigkeiten mit unzufriedenen Spielern wie Ben Simmons und James Harden, was zu Ausfällen und letztlich zu Transfers führte. Nun holen die 76ers Gansey, der Teil eines Management-Teams war, das den spektakulären Harden-Trade während der Deadline arrangierte und Donovan Mitchell endlich über die erste Playoff-Runde brachte.
Gansey ist jedoch nicht die einzige Veränderung in der Führungsetage der Sixers. Bob Myers, ehemaliger Teampräsident der Golden State Warriors, fungiert als Berater für Sixers-Besitzer Josh Harris, der auch die Washington Commanders und New Jersey Devils besitzt. Myers leitete die Suche nach Moreys Nachfolger und kündigte nach Moreys Entlassung an, eine aktivere Rolle bei den Sixers übernehmen zu wollen.
Jameer Nelson als möglicher Nachfolger von Elton Brand
Berichten zufolge prüften die 76ers auch interne Kandidaten für die Position des Teampräsidenten. Assistenz-GM Jameer Nelson gehörte zu den Finalisten und wird voraussichtlich unter Gansey zum General Manager befördert. Das bedeutet, dass ein weiterer ehemaliger All-Star-Spieler die Organisation verlässt.
Elton Brand, der General Manager, war seit der Verpflichtung Moreys 2020 eher in den Hintergrund gerückt, unter anderem wegen großer langfristiger Verträge für Al Horford und Tobias Harris im Jahr 2019 – Brands Gegenstück zu den Deals für George und Embiid. Brand wurde nicht für die Spitzenposition in Betracht gezogen, und es ist unwahrscheinlich, dass er unter Nelsons Aufstieg weiter im Team bleibt.
Viele neue Verantwortliche übernehmen nun die Führung und müssen sich mit den 231 Millionen Dollar auseinandersetzen, die in den nächsten zwei Spielzeiten an verletzungsanfällige Stars zu zahlen sind. Zudem bleibt abzuwarten, ob Harris bereit ist, die Luxussteuer zu zahlen.
Nach den Enttäuschungen der Morey-Ära sind die Fans der Sixers jedoch offen für jeden Führungswechsel. Angesichts der Geduld der Philadelphia-Anhänger werden Gansey und sein Team wohl erst frühestens in der Vorsaison mit Kritik rechnen müssen.