Bundesregierung soll Gesundheitsfinanzierung erhöhen – aber mit klaren Auflagen: Friends of Medicare
Vertreter fordern die Bundesregierung dazu auf, die Gesundheitsfinanzierung zu erhöhen und strengere Bedingungen für die Verwendung der Gelder durch die Provinzen festzulegen.
Chris Galloway, Direktor von Friends of Medicare, warnt davor, Ottawa einen Blankoscheck auszustellen, der es Provinzen wie Alberta ermöglichen könnte, das öffentliche Gesundheitssystem abzubauen.
Galloway und über 100 weitere Personen versammelten sich vor einem Treffen der Provinz- und Territorialpremiers in Charlottetown, P.E.I.
Sie protestierten gegen die Pläne der albertaischen Premierministerin Danielle Smith, ab diesem Herbst einigen Ärzten zu gestatten, privat bezahlte Operationen anzubieten.
Die Regierung von Alberta lädt diesen Sommer Chirurgen ein, sich zu bewerben, um Patienten für elektive Eingriffe wie Hüft- und Kniegelenkersatz außerhalb des öffentlich finanzierten Systems Gebühren berechnen zu dürfen.
Alberta argumentiert, der Status quo funktioniere nicht, da zu viele Einwohner zu lange auf Operationen warten müssten.
Galloway hebt hervor, dass die universelle öffentliche Gesundheitsversorgung ein Merkmal ist, das Kanada von den USA unterscheidet, und äußert seine Sorge, diese Besonderheit zu verlieren.
Die Demonstranten versammelten sich vor einem Hotel in dem bewölkten Charlottetown, wo alle 13 Premiers über Gesundheitsversorgung und weitere nationale Themen diskutieren.
Jason MacLean, Vorsitzender der Canadian Health Coalition, fordert Premierminister Mark Carney auf, die Gesundheitsversorgung als zentralen Bestandteil des Nationenaufbaus prioritär zu behandeln.
„Die Ausgaben im Gesundheitswesen halten seit Jahren nicht mit der Inflation Schritt“, so MacLean.
Premierministerin Danielle Smith äußerte sich vor dem Treffen nicht gegenüber Journalisten.
Andere Premiers kündigten an, von der Regierung Carney erhöhte Unterstützung für die Gesundheitskosten zu verlangen.
Carney wird am Donnerstag mit den Premiers zusammenkommen.