Haushaltsausschuss genehmigt: Marine erhält vier neue Fregatten
Die Bundeswehr erhält erneut finanzielle Mittel zur Modernisierung. Die Haushälter im Bundestag tragen dabei die Aufsicht. Nun hat der Ausschuss der Erweiterung der Marineflotte zugestimmt.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Erwerb von Fregatten des Typs Meko A-200 DEU genehmigt. Das Verteidigungsministerium in Berlin erklärte: „Damit wird die Deutsche Marine befähigt, ihre zentrale Aufgabe der seegestützten U-Boot-Bekämpfung sowie die Nato-Verpflichtungen zeitnah zu erfüllen.“ Zunächst sind vier Fregatten vorgesehen, mit der Option auf den Kauf von vier weiteren Schiffen. Die Fertigstellung der ersten Fregatte ist für 2029 geplant.
Die Anschaffungskosten der ersten vier Kampfschiffe des Kieler Werks TKMS werden auf rund 6,3 Milliarden Euro geschätzt. Für die möglichen weiteren vier Schiffe kalkuliert das Ministerium mit etwa 5,3 Milliarden Euro.
Bereits zuvor hatte die Bundeswehr die Modernisierung ihrer Kriegsschiffe vorangetrieben. Nach Berichten des Militärblogs „Vergabeblog“, der sich auf Insider aus dem Verteidigungsbereich beruft, soll die Marine mit Hochleistungslasern ausgestattet werden. Diese sollen künftig Drohnen, Boote und schwer bekämpfbare Nahbereichsziele abwehren können.
Die Fregatte „Sachsen“ testete in den Jahren 2022 und 2023 erfolgreich eine solche Laserwaffe. Im Februar äußerte der Haushaltsausschuss noch Vorbehalte, insbesondere hinsichtlich der veranschlagten Kosten. So hatten die Niederlande einen Demonstrator mit 100 Kilowatt Leistung für 190 Millionen Euro erworben, während Deutschland einen 60-Kilowatt-Demonstrator für 462 Millionen Euro entwickeln lassen will, teilte die dpa mit.
Laserwaffen eignen sich besonders gut zur Drohnenabwehr, sind aber noch weit entfernt von den Darstellungen aus Science-Fiction-Filmen wie „Star Wars“. Die Unternehmen Rheinmetall und MBDA Deutschland arbeiten eng zusammen, um ihre Laserwaffentechnologie voranzubringen. Seit 2019 kooperieren sie und haben gemeinsam einen Demonstrator – eine Laserwaffe im Erprobungsstadium – entwickelt. Ab 2029 soll das Produkt marktreif und einsatzfähig sein.