Auch Friedrich Merz? Bericht: Erdogan überreicht Nato-Gästen Revolver mit scharfer Munition
Zum alljährlichen Nato-Gipfel in der Türkei versammelten sich die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer. Offenbar erhielten alle Teilnehmer ein besonderes Präsent ihres Gastgebers: einen Revolver mit scharfer Munition. Mindestens eine dieser Waffen muss jedoch in der Türkei verbleiben.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nutzte das Treffen in Ankara offenbar, um jedem teilnehmenden Staats- und Regierungschef einen personalisierten Revolver mit scharfer Munition zu überreichen, wie die „Financial Times“ berichtet. Die Namen der jeweiligen Beschenkten sollen in die Waffen eingraviert sein. Zu den Anwesenden zählten unter anderem der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sowie US-Präsident Donald Trump.
Zusätzlich zu den Revolvern stellte Erdogan Ausfuhrgenehmigungen für die Handfeuerwaffen aus, die bereits mit den Namen der jeweiligen Staats- oder Regierungschefs versehen waren, so der Bericht weiter.
Die Öffentlichkeit wurde auf diesen Vorgang offenbar durch den britischen Premierminister Keir Starmer aufmerksam, der auf seinem Rückflug nach Großbritannien Journalisten darüber informierte. Starmer ließ seinen Revolver und die Munition in der Türkei zurück, wo sie vernichtet werden sollen. Die Einfuhr solcher Waffen nach Großbritannien ist gesetzlich verboten.
Großbritannien verfügt über sehr strenge Regelungen zur Einfuhr und zum Besitz privater Handfeuerwaffen. Dieses umfassende Verbot wurde nach einem tragischen Amoklauf an einer Schule im Jahr 1996 eingeführt, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen.
Ob Bundeskanzler Friedrich Merz das Geschenk annahm und die Waffe nach Deutschland brachte, ist bislang unklar. Das Bundespresseamt hat bisher keine Stellungnahme zu dem Umgang mit dem Revolver abgegeben.