FIFA greift ein, wo die NFL es nicht tut: Vorhang-Einsatz beim WM-Spiel im Stadion von Dallas
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt eine einfache Lösung für ein großes Problem in Dallas mit sich: FIFA ergreift zusätzliche Maßnahmen, um bei einem der Gruppenspiele faire Bedingungen zu gewährleisten.
Blendungsproblem im AT&T Stadium für Japan gegen Schweden endlich behoben
Wenn Japan am Donnerstag, den 25. Juni, im AT&T Stadium, der Heimat der NFL Dallas Cowboys und während der WM als „Dallas-Stadion“ bekannt, auf Schweden trifft, wird das markante Glasfront-Design des Stadions erneut in den Fokus rücken. Die westlich ausgerichteten Fenster des Stadions sorgen seit Langem für Probleme, da die Nachmittagssonne direkt auf das Spielfeld strahlt und dabei häufig die Sicht der Spieler bei NFL-Partien beeinträchtigt.
Für die WM lässt FIFA jedoch nichts dem Zufall überlassen. Nach den Planungen für das Turnier werden im Stadion eigens für die Begegnung Japan gegen Schweden, die um 18 Uhr Ortszeit angepfiffen wird, Vorhänge eingesetzt. Diese sollen das direkte Sonnenlicht abhalten und störende Blendungen auf dem Spielfeld verhindern. Dieses System wird nur bei diesem Spiel verwendet, da die meisten anderen Partien zu späteren Anstoßzeiten stattfinden, bei denen Sonnenlicht weniger problematisch ist.
Diese Entscheidung zeigt deutlich, dass FIFA Umwelteinflüsse, die die Leistung beeinträchtigen könnten, gezielt ausschalten will. Neben Faktoren wie Spielfeldbeschaffenheit und Stadionlayout wurde die Sonneneinstrahlung als kontrollierbarer Einfluss an ausgewählten Spielstätten identifiziert.
Das AT&T Stadium, eine der optisch eindrucksvollsten Arenen im Weltfußball, ist mit diesem Problem bestens vertraut. Das Stadion verfügt über eine große Fensterfront an einer Spielfeldseite, die je nach Tageszeit das Spielfeld mit hellem, tief stehenden Licht überfluten kann. Während dieser Effekt Teil des charakteristischen Erscheinungsbilds ist, sorgt er bei den Spielern immer wieder für Diskussionen und Frustration.
Wenn die Architektur einen Nachteil schafft, passt FIFA die Bedingungen entsprechend an. In diesem Fall bedeutet das, eines der offensten und lichtdurchflutetsten Stadien des Turniers vorübergehend in eine kontrollierte, beschattete Spielfläche zu verwandeln.
Japan gegen Schweden mag nicht das prestigeträchtigste Spiel des Turniers sein, doch es zeigt, wie ernst die Organisatoren die Spielbedingungen bei WM-Spielstätten in den USA nehmen. Und in Dallas heißt das vor allem: Wenn die Teams aufs Feld treten, soll einzig der Fußball über den Ausgang entscheiden – nicht die Sonne.