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Spiel 2 Gewinner und Verlierer: Victor Wembanyama unterliegt im Duell

Spiel 2 Analyse: Victor Wembanyama unterlegen, Knicks führen 2-0

In einem auf und ab verlaufenden Spiel 2, in dem beide Teams zweistellige Rückstände aufholten, verpasste Victor Wembanyama den entscheidenden Wurf zum Spielende. Die New York Knicks setzten sich mit 105-104 gegen die San Antonio Spurs durch und gingen in der NBA-Finalserie mit 2-0 in Führung.

Beide Mannschaften gaben große Führungen aus der Hand, und die Stars auf beiden Seiten vergaben wichtige Würfe in der Schlussphase. Doch die Knicks hatten gerade genug, um zwei Auswärtssiege zu erringen. Hier sind die Gewinner und Verlierer dieses packenden Spiels.

Gewinner

Karl-Anthony Towns, New York Knicks

Nach sechs Vierteln dieser Serie war der dominierende sieben Fuß große Center nicht das Wunderkind Victor Wembanyama, sondern Karl-Anthony Towns. Der Knicks-Center erzielte 17 Punkte in der ersten Halbzeit, nutzte Überzahlsituationen im Post aus und versenkte drei Dreier.

Im dritten Viertel wurde er durch zwei umstrittene Fouls etwas gebremst, beendete das Spiel aber mit 21 Punkten, 13 Rebounds und vier Assists. Dabei zeigte er seine Vielseitigkeit mit Pässen in der Bewegung und sicherer Rim-Protection, was ihm eine Plus-Minus-Bilanz von +11 einbrachte.

Mikal Bridges, New York Knicks

Mikal Bridges verfehlte seinen ersten Wurf in Spiel 1, danach blieb er bis zum frühen vierten Viertel treffsicher. Während Jalen Brunson mit 4 von 17 Würfen begann und insgesamt 20 Punkte erzielte, brauchten die Knicks ihren ständig in Bewegung befindlichen Small Forward, um Lücken in der Spurs-Defense zu finden. Bridges kam auf 20 Punkte, vier Dreier und trug maßgeblich dazu bei, dass die Spurs 16 Ballverluste produzierten.

De’Aaron Fox, San Antonio Spurs

Nach einem schwachen Spiel 1 meldete sich De’Aaron Fox mit 20 Punkten bei einer Wurfquote von 8 aus 12 zurück. Er traf beide seiner Dreierversuche und steuerte zusätzlich einen Block und einen Steal bei. Eine solche Leistung hätte ein gesunder Fox in den letzten Sekunden mit einem entscheidenden Highlight gekrönt – anstatt den Ball vor Wembanyamas großem Fehlwurf abzuspielen.

Victor Wembanyama, San Antonio Spurs (erste 23:29 Minuten der zweiten Halbzeit)

In der zweiten Halbzeit zeigte Wembanyama NBA-Zukunftsformat. Er erzielte 22 Punkte und begann den zweiten Durchgang mit einer Trefferquote von 9 aus 15 Würfen, darunter ein Drei-Punkte-Spiel 57 Sekunden vor Schluss, das den Spurs eine Zwei-Punkte-Führung brachte. Seine dominante Leistung in Angriff und Verteidigung half, die Knicks in den letzten vier Minuten punktlos zu halten.

Doch in den letzten 30 Sekunden lief alles aus dem Ruder. Wembanyama vergab einen überhasteten Pull-up-Jumper, als er einen Zwei-für-eins-Angriff erzwingen wollte. Nach einem erzwungenen Fehlwurf von Brunson spielte er einen Outlet-Pass ab, der an Stephon Castle vorbeiging und in einem Ballverlust endete. Den abschließenden 20-Fuß-Wurf traf er ebenfalls nicht.

Verlierer

Victor Wembanyama, San Antonio Spurs (erste Halbzeit)

In der ersten Halbzeit kam Wembanyama nur auf sieben Punkte und verzeichnete ebenso viele Ballverluste wie erzielte Körbe: jeweils zwei. Die Spurs fanden kaum Wege, ihren Center im Post einzusetzen, während die Knicks ihn vom Rebound fernhielten. Seine Verteidigung war weiterhin beeindruckend, doch vor der Halbzeit wurden Wemby von Towns, Mitchell Robinson und gelegentlich OG Anunoby defensiv regelrecht dominiert.

Jalen Brunson, New York Knicks

San Antonios Headcoach Mitch Johnson verfolgte eine klare defensive Marschroute: Brunson das Leben schwer machen. Deshalb setzten die Spurs häufig eine Doppeldeckung auf Brunson an und übten oft kompletten Druck auf ihn aus.

Diese Taktik ermöglichte offene Würfe und Offensivrebounds für Brunsons Mitspieler, doch er selbst traf nur 7 von 25 Würfen und leistete sich vier Ballverluste – wobei er dies mit fünf Steals teilweise ausglich. Brunson erzielte in der Schlussphase vier Punkte, doch ein vergebener Freiwurf in den letzten Sekunden hätte seiner Mannschaft fast den Sieg gekostet.

Tony Brothers und Schiedsrichterteam

Nach einem Spiel 1, das eine willkommene Pause von der dominierenden Schiedsrichterkritik in den Playoffs bot, rückten im Spiel 2 die Unparteiischen erneut in den Mittelpunkt. Das Team um Tony Brothers pfiff früh und häufig.

Während in der ersten Halbzeit von Spiel 1 nur 15 Freiwürfe gegeben wurden, waren es in der ersten Halbzeit von Spiel 2 gleich 33, darunter ein höchst fragwürdiges technisches Foul gegen Mitchell Robinson und eine Szene, in der Jalen Brunson wegen Berührung von Devin Vassells Haaren gepfiffen wurde. Towns wurde im dritten Viertel bei aufeinanderfolgenden Ballbesitzen für nicht nachvollziehbare Fouls bestraft.

Trotz der vielen Pfiffe schien das Schiedsrichtergespann das Spiel gegen Ende aus der Hand zu geben, was Kommentator Richard Jefferson als „Wrestling-Match“ bezeichnete. Das Brothers-Team ist bekannt für viele Foulentscheidungen, doch am Freitag agierten sie inkonsequent und störten den Spielfluss erheblich.